Vor vier Jahren wurde aus dem VW Polo Fun der CrossPolo. Die Verkaufszahlen waren anscheinend so groß, dass die etwas höher gelegte Variante des Wolfsburger Kleinwagens jetzt in ihre nächste Generation geht. Allradantrieb ist aber immer noch nicht an Bord.

Die älteren Autointeressierten werden sich vielleicht erinnern: In den 1990er-Jahren gab es mal den Golf Country. Aufgrund seiner nicht besonders starken Offroad-Eigenschaften wurde er gern auch mal Kinder-Country genannt – in Anlehnung an den etwa gleichzeitig auf den Markt gekommenen Schokoriegel. Der CrossPolo setzt diese Tradition fort: Für das Gelände ist das Auto trotz des vielversprechenden Namens nicht geeignet. Es fehlt der Allradantrieb.

Sieht nach Abenteuer aus

Die großen Unterschiede zwischen CrossPolo und normalem Polo sind ausschließlich optischer Natur. Es gibt einen Unterfahrschutz, schwarze Radläufe und eine Dachreling. Außerdem liegt das Fahrwerk 1,5 Zentimeter höher, wodurch sich eine erhöhte Sitzposition für die Insassen ergibt. Auch die silberfarben lackierten Außenspiegel übernimmt der CrossPolo von seinem Vorgänger. Das alles sieht tatsächlich ein bisschen nach Abenteuer aus.

Einwandfrei auf der Straße unterwegs

Auf der Straße lässt sich der CrossPolo von anderen Kleinwagen nichts vormachen. Schon die Basismotorisierung, ein 1,2-Liter-Benziner mit 90 PS und einem maximalen Drehmoment von 160 Nm, treibt das Auto stark an. Das Fahrverhalten ist einwandfrei, auch dank ESP bleibt der Polo in Geländeoptik sicher in der Spur. Die Lenkung ist direkt, das gesamte Fahrzeug insgesamt sehr wendig. Und spritzig: In 11,4 Sekunden geht es auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 177 km/h erreicht. Der 1,4-Liter-Diesel erreicht ähnliche Werte, der 20 PS stärkere Benziner ist sogar noch flotter unterwegs.

Sparsame Motoren

Stark sind auch die Verbrauchswerte des neuen CrossPolo. Der kleine Benziner schluckt 4,9 Liter Super auf 100 Kilometern, die 110-PS-Variante mit Sechsganggetriebe verbraucht 5,1 Liter. Das ergibt einen CO2-Ausstoß von 110 bzw. 115 Gramm je Kilometer. Noch sauberer fährt der Diesel, der sich nur 3,6 Liter auf 100 Kilometern gönnt und dabei 94 Gramm CO2 je Kilometer ausstößt. Damit wird VW schon den strengen EU-Vorgaben für das Jahr 2020 gerecht.

Viele sinnvolle Extras

Mit einem Einstiegspreis von 18.425 Euro ist der CrossPolo fast 4.000 Euro teurer als sein vergleichbarer Bruder ohne Geländeoptik. Allerdings gibt es den CrossPolo immer mit fünf Türen. Außerdem ist er mit Touchscreen-Multimediaanlage ausgestattet. Dazu gibt es Einparkhilfe, Klimaanlage und 17-Zoll-Leichtmetallräder serienmäßig. Gegen Aufpreis sind weitere nützliche Extras erhältlich. Nutzer eines Smartphones mit der neuesten Android-Version können sich beispielsweise Apps auf dem Bildschirm des Bordcomputers anzeigen lassen – per Mirror-Link für 170 Euro. Multifunktionslenkrad (325 Euro), Abstandsregeltempomat (500 Euro) und anderes sinnvolles Zubehör, das dem Fahrer den Aufenthalt im CrossPolo angenehmer gestaltet, lassen den Gesamtpreis aber schnell auf 20.000 Euro ansteigen.  © 1&1 Mail & Media / CF