Die Aktie der weltweit erfolgreichsten Social Media-Plattform Facebook hat binnen kurzer Zeit massiv an Wert verloren. Grund dafür ist ein Skandal um private Nutzerdaten sowie die Unsicherheit über den zukünftigen Kurs der US-Notenbank.

Was für ein Wochenbeginn für Facebook: Nachdem bekannt wurde, dass der Weltkonzern mehr als 50 Millionen private Userdaten ohne deren Einverständnis auswertete, sank der Aktienkurs an der Wall Street um 7 Prozent, das berichtet unter anderem die "Los Angeles Times". Die Verluste gehen in die Milliarden.

Schwarzer Montag für Mark Zuckerberg

Glaubt man den Berichten verschiedener Medien, ist für den kräftigen Einbruch des Facebook-Aktienkurses das Eingeständnis verantwortlich, dass die Datenanalysefirma Cambridge Analytica und einige Forscher die Auflagen des Tech-Giganten verletzt hätten. Das Unternehmen wertete angeblich private Informationen von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern aus – ohne deren Einverständnis. Außerdem soll die Analysefirma mit den Ergebnissen den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump unterstützt haben.

Auch andere US-Konzerne von Kursverlusten betroffen

Weil an den Börsen auch eine große Unsicherheit über den zukünftigen Kurs der US-Notenbank herrscht, wurde am Montag die gesamte Wall Street ins Minus gedrückt. Besonders Technologiewerte waren von Kursverlusten betroffen. So verloren auch die Aktien von Apple, Microsoft und Amazon an Wert. Und damit nicht genug: Wegen der massiven Kursverluste von Facebook ist Mark Zuckerberg nun nur noch der fünftreichste Mann der Welt – hinter Jeff Bezos, Bill Gates, Warren Buffet und Amancio Ortega.

Personelle Querelen sorgen für zusätzliche Unruhe

Aber nicht nur der Kurssturz macht Facebook zu schaffen. Der Konzern hat auch mit Personalproblemen zu kämpfen. Am späten Montagabend kündigte der Chef für Informationssicherheit seinen Rückzug an. Grund sollen interne Meinungsverschiedenheiten über den Umgang mit Userdaten sein. Auf Facebook kommen also unruhige Zeiten zu.  © 1&1 Mail & Media / CF

Mark Zuckerberg will Facebook wieder persönlicher machen: Mehr Beiträge von Freunden im Newsfeed - und weniger von Facebook-Seiten, denen man folgt. So sei das besser für das Wohlbefinden. Medien könnten durch die radikale Änderung im Nachteil sein.