Google ist nicht nur einfach eine Suchmaschine, sondern eine Internet-Anwendung mit Humor und Antworten auf Fragen, die selbst der amerikanische Präsident nicht beantworten kann.

Easter Eggs und Google Bomben.

Wer heute im Internet etwas finden möchte, kann auf die Hilfe einer Suchmaschine kaum mehr verzichten. Erste Anlaufstelle für viele Informationshungrige ist Google, die unangefochtene Nummer eins. Doch jenseits der seriösen Suchanfragen gibt es zwei interessante Disziplinen, die dem geneigten Internet-Surfer viel Spaß bereiten. Die Rede ist von den so genannten "Easter Eggs", also versteckte und undokumentierte Besonderheiten, die Google selbst in seine Suchmaschine eingebaut hat, bzw. von Seiten, die bei speziellen Sucheingaben direkt angezeigt werden. Außerdem von den "Google-Bombs", die eher darauf abzielen, bestimmte Personen durch den Kakao zu ziehen.

Auf den nachfolgenden Seiten wollen wir Ihnen die besten Vertreter der beiden Disziplinen vorstellen. Die meisten davon sind heute noch bei Google zu finden, andere wiederum sind im laufe der Zeit verschwunden - teils auf Betreiben der betroffenen Personen, teils aus unerklärlichen Gründen.

Tauchen Sie mit uns in die nicht alltäglichen Ergebnisse der Google-Suche ein. Um die einzelnen Easter Eggs selbst aufzurufen, starten Sie Google in einem Browserfenster, geben die entsprechenden Begriffe ein und drücken danach auf die Schaltfläche "Auf gut Glück!". Wir wünschen Ihnen viel Spaß.

Google einmal spiegelverkehrt mit "elgoog".

Google im Rückwärtsgang

Keine Angst, sowohl mit Ihren Augen als auch mit Ihrem Monitor ist alles in bester Ordnung. Was Sie hier sehen, ist Google einmal spiegelverkehrt. Ein netter Spaß und ein hervorragender Gag, wenn Sie Ihre Kollegen mal richtig verwirren wollen. Es handelt sich dabei nicht nur um ein Bild, Sie können sogar Ihre Suchanfragen einem verkehrt herum eingeben.

Um Google einmal umzudrehen, geben Sie einfach den Begriff "elgoog" in das Suchfenster ein, und drücken Sie anschließend "Auf gut Glück!".

Der legendäre Chuck Norris - selbst auf Google ist er scheinbar allmächtig.

Der übermächtige Chuck Norris

Kampfsport-Legende und Action-Held Chuck Norris sorgt im Internet für viele Mythen und eine ganz eigene Kategorie von übertriebenen Witzen, die seine Person glorifizieren. So finden sich quer durchs Netz Sprüche wie "Eigentlich ist Chuck Norris schon vor zehn Jahren gestorben. Der Tod hatte nur noch nicht den Mut, es ihm zu sagen.", oder "Chuck Norris liest keine Bücher - er starrt sie so lange an bis sie ihm freiwillig sagen, was er wissen will.".

Auch Google zeugt dem übermächtigen Meister den gebührenden Respekt. Geben Sie in das Suchfeld "find Chuck Norris" ein, dann weigert sich die Suchmaschine nach ihm zu suchen. Statt dessen wird Ihnen erklärt, das Chuck Norris Sie finden wird und das Sie besser weglaufen sollten, bevor es soweit ist.

Genau wie Präsident Bush, konnte auch Google keine Massenvernichtungswaffen finden.

Massenvernichtungswaffen

Der Irak-Krieg hätte verhindert werden können, wenn der amerikanische Präsident Google nutzen würde. Den die schlaue Suchmaschine kennt sogar Antwort auf Fragen, die George W. Bush überfordern. Selbst bei der Suche nach Massenvernichtungswaffen gibt es eine passende Antwort.

Gibt man "find weapons of massdestruction" ein, bekommt man auch prompt eine passende Fehlermeldung. Diese klärt einen auf, dass keine Massenvernichtungswaffen gefunden werden konnten. Man erhält eine äußerst witzige Anleitung, wie man die gesuchten Objekte doch noch finden kann. Nette Seitenhiebe auf amerikanische Politiker inklusive.

Nur auf Google.com zu erreichen: Ein extra Google-Klon für die dunkle Seite.

Suchen auf der dunklen Seite

Jeder hat eine dunkle Seite und davon will sich Google auch nicht ausnehmen. Wer sich gerne mit dem Thema Gothic beschäftigt und eben dieses bei der englischen Version von Google sucht, entdeckt die dunkle Seite der Suchmaschine.

Geben Sie auf google.com "google gothic" ein und drücken Sie auf "I'm Feeling Lucky". Sie landen ohne Zwischenstopp auf einer Suchseite der anderen Art. Unter dem Namen "Googoth" sollte ursprünglich ein Google-Klon entstehen, der sich mit Themen wie Gothic und Fetisch befasst. Das ganze startete im Jahr 2001 als ein Joke. Leider ist die Seite nicht mehr in Betrieb, im Bereich "All About Googoth" gibt es aber noch einige Infos zu ihr.

Google in der Sprachvariante "Hacker" - zur Auswahl steht auch eine Version für Klingonen.

Sprachgenie

Auch wenn es nicht um Suchanfragen geht, beweißt Google viel Humor. Neben dem Suchfeld auf der Startseite finden Sie den Menüpunkt "Sprachtools". Ein Klick auf diesen zeigt Ihnen unter anderem, in welchen Sprachen Google alles verfügbar ist.

Wer aufmerksam die aufgelisteten Sprachen studiert, dem Fallen zwei Besonderheiten auf: Neben Englisch, Deutsch, Japanisch und einer Vielzahl eher seltenen Sprachen und Dialekten beherrscht die Suchmaschine nach eigenen Angaben auch die Sprachen "Hacker" und "Klingonisch". Captain Kirk und die Besatzung der Enterprise hätten sicher ihre Freude daran. Wählen Sie eine der beiden Sprach-Optionen aus, erscheint die Google-Seite in einer interessanten Aufmachung.

Früher kam bei "miserable failure" als erstes die Seite über den amerikanischen Präsidenten - das ist inzwischen nicht mehr der Fall.

Klägliches Versagen

Ob Osterei oder Google-Bombe, darüber lässt sich streiten. Unbestritten ist, dass eine Suche nach dem Begriff "miserable failure" (auf Deutsch "klägliches Versagen") bis vor einiger Zeit eine Liste von Suchergebnissen zu Tage fördert, die eine Besonderheit aufwiesen.

An erster Stelle der Liste erschien die Webseite des Weisen Hauses mit einem Portrait zum aktuellen amerikanischen Präsidenten, George W. Bush. Natürlich war dieser Suchtreffer bewusst dort platziert, denn weder der Präsident noch das Weise Haus wollten mit dem Begriff "klägliches Versagen" in Verbindung gebracht werden. Nach einiger Zeit verschwand die Seite von der Liste. Es wird gemunkelt, dass hier von höchst offizieller Stelle Einfluss genommen worden ist, damit der Ruf des Präsidenten nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Google-Bomben: Manchmal lustig, manchmal auch gefährlich.

Nicht ungefährlich: Google Bomben

Über Links auf Webseiten lassen sich Suchergebnisse bei Google beeinflussen. Wenn also viele Webseiten einen Link auf eine andere Seiten setzen und diesen mit einem bestimmten Begriff verknüpfen, dann wird diese Seite in der Suche bei Google prominent angezeigt.

Ein Beispiel dazu hatten wir auf der letzten Seite mit dem Begriff "miserable failure". Dieser war nie auf der Homepage des Weisen Hauses zu finden. Da aber viele Webseiten einen Link mit dem Namen "Failure" und dahinter die Webseite des Weisen Hauses verlinkten, kam es zu diesem Phänomen, das weitläufig als "Google-Bombe" bekannt ist. Solche Bomben werden dazu verwendet, um Firmen oder bekannte Personen lächerlich zu machen oder ihren Ruf zu schädigen. Was im Beispiel des amerikanischen Präsidenten eher noch lustig ist, kann für andere Leute ernste Konsequenzen haben.

Google selbst duldet diese Praktiken nicht und entfernt entsprechende Ergebnisse, wenn sie bekannt werden. Hier eine Liste mit ein paar der bekanntesten Google-Bomben der letzten Jahr:

Bekannte Google-Bomben
"miserable failure"George W. Bush (Amerikanischer Präsident)
"Jämmerlicher Waschlappen"Christoph Blocher (Schweizer Politiker)
"Experiment Kohlkopf"Angela Merkel (Deutsche Bundeskanzlerin)
"Propagandaminister"Christoph Mörgeli (Schweizer Politiker)
"Crappy Software"Microsoft
"dangerous cult"Scientology
"Pobereit"Klaus Wowereit (Deutscher Politiker)