Google hat derzeit erhebliche Probleme mit der Sicherheit seiner E-Mail-Konten. Eine Schadsoftware namens Gooligan infiziert Anwendungen auf Android-Geräten und hat dadurch bereits mehr als eine Million Konten gehackt. Besorgnis erregend: Jeden Tag werden es mehr.

Die Prüfer der Seite "Check Point" haben eine neue Schadsoftware auf Android-Geräten namens Gooligan gefunden. Über eine Million Google-Konten sind betroffen. Die Schadsoftware befällt ein Gerät, indem es zusammen mit einer infizierten Applikation heruntergeladen oder ein befallener Link angeklickt wird.

Android 4 und 5 sind betroffen

Gooligan verbindet sich anschließend mit den Geräten und stiehlt E-Mail-Adressen sowie Benutzerdaten, die auf ihnen gespeichert sind. Mit diesen Informationen können die Hacker sensible Daten von Gmail, Google Photos, Google Docs und dergleichen einsehen.

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Michael Shaulov arbeitet bei "Check Point" und sieht in dem Hackerangriff ein neues Stadium in der Entwicklung von Cyberangriffen. Gooligan sei alarmierend, vor allem weil täglich 13.000 neue Geräte infiziert werden. Hunderte der geklauten E-Mail-Adressen gehören zu großen Firmen weltweit.

Das Ziel von Gooligan sind Geräte mit Android 4 (Jelly Bean, KitKat) und 5 (Lollipop), die insgesamt 74 Prozent der weltweiten Nutzung mobiler Endgeräte ausmachen. Davon befinden sich 57 Prozent der Nutzer in Asien, neun Prozent in Europa. Die Schadsoftware installiert täglich mindestens 30.000 Applikationen auf infizierten Geräten.

So gehen Sie im Schadensfall vor

"Check Point" hat Google über Gooligan bereits informiert. Die Sicherheits-Abteilung hat daraufhin die ersten Schritte eingeleitet, indem sie betroffene Nutzer informiert, Benutzerdaten zurückgesetzt und unliebsame Applikationen von den Konten gelöscht haben. Außerdem feilt Google derzeit an einem neuen und vor allem ausreichenden Schutz vor der Schadsoftware.

"Check Point" stellt eine Seite zur Verfügung, auf der Sie überprüfen können, ob Ihr Google-Konto betroffen ist. Sollte Ihr Gerät infiziert sein, können Sie wie folgt vorgehen:

  • Installieren Sie das Betriebssystem auf Ihrem Gerät vollkommen neu
  • Da dies ein komplizierter Prozess ist, schalten Sie am besten Ihr Gerät aus und kontaktieren Sie einen Techniker
  • Wie immer gilt: Ändern Sie Ihre Passwörter regelmäßig, speichern Sie diese nicht auf Ihrem Computer oder auf dem Handy ab und geben Sie diese nicht an Dritte weiter

(ff)