Auf Ihrem Rechner läuft noch Windows 7? Damit sind Sie nicht allein. Das Betriebssystem war und ist beliebt. Dennoch befinden Sie sich in schlechter Gesellschaft - denn Windows 7 ist bald brandgefährlich. Am 14. Januar 2020 wird der Support endgültig eingestellt und das System damit jeden Tag unsicherer. Das müssen Sie jetzt tun.

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Microsoft stellt am Dienstag (14. Januar 2020) den gesamten Support für die privaten Nutzerinnen und Nutzer von Windows 7 ein. Das bedeutet: Es gibt keine Sicherheits- und Softwareupdates mehr. Supportanfragen werden wohl auch nicht mehr beantwortet.

Für die meisten Anwenderinnen und Anwender besiegelt das einen Umstieg - wenn nicht auf Windows 10, dann auf ein anderes Betriebssystem. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu, warum das so ist, wie ein Wechsel funktioniert und welche Alternativen es gibt.

Das passiert zum Support-Ende von Windows 7:

Bleiben vom Stichtag an die Monitore von Windows-7-Rechnern schwarz?

Nein. Windows 7 bleibt voll funktionsfähig. Es gibt nur eben keine Updates für Privatanwenderinnen und Privatanwender mehr.

Weshalb sollte ich dann überhaupt irgendetwas tun?

Ohne Updates werden keine Sicherheitslücken mehr geschlossen – und das ist brandgefährlich. Denn die Zahl der neu entdeckten Sicherheitslücken als potenzielle Einfallstore für Schadsoftware wie Trojaner oder Viren in Windows 7 steigt stetig an.

Wie groß ist das Risiko, wenn man mit Windows 7 einfach weiterarbeitet?

Sehr groß. Denn wegen der fehlenden Updates wird Windows 7 von Monat zu Monat unsicherer. "Man läuft Gefahr, dass der Rechner schon beim Surfen im Netz, durch heruntergeladene Software oder durch E-Mail-Anhänge oder Dateien von fremden USB-Sticks von Malware befallen wird – mit allen schädlichen Folgen", warnt Christoph Schmidt vom Computer-Fachmagazin "Chip".

Welche Folgen können das sein?

Ist Schadsoftware über eine Sicherheitslücke eingedrungen, kann sie die Kontrolle über das System übernehmen. "Danach führt sie einen weiteren schädlichen Code aus, stiehlt Dateien oder verschlüsselt diese in erpresserischer Absicht", erklärt Schmidt. "Antivirensoftware kann übrigens auch nicht effektiv arbeiten, wenn das zugrundeliegende Betriebssystem korrumpiert ist."

Wie mache ich meinen Windows-7-Rechner nun wieder sicher?

Die für die meisten Anwenderinnen und Anwender einfachste und auch kostengünstigste Möglichkeit, weiter unbesorgt am Computer arbeiten zu können, ist ein Wechsel auf Windows 10.

Kostet Windows 10 nicht viel Geld?

Nicht unbedingt. Windows 10 akzeptiert weiter Installationsschlüssel von Windows 7 - sofern es bei der installierten Windows-Edition bleibt. Der Wechsel ist also noch gratis möglich.

Welche Wechselvarianten zu Windows 10 gibt es?

Man kann zum Beispiel die Windows-7-Installation per Upgrade in Windows 10 umwandeln oder sie per Neuinstallation durch Windows 10 ersetzen. In jedem Fall gilt: vorher Daten sichern und das kostenlose Media Creation Tool bei Microsoft herunterladen. Damit lassen sich alle für den Umstieg nötigen Daten von Windows 10 herunterladen - und zum Beispiel auf einen USB-Stick speichern.

Was spricht für ein Upgrade, was für eine Neuinstallation?

Der Vorteil eines Upgrades ist, dass Programme, Einstellungen und Daten unangetastet bleiben. Vor einem Upgrade müssen alle Treiber auf den neuesten Stand gebracht und Virenscanner deinstalliert werden. Für die Neuinstallation spricht, dass man sich ein neues, "sauberes" Windows 10 auf den Rechner holt.

Wie gehe ich beim Upgrade vor?

Ist ein Upgrade geplant, gilt es, darauf zu achten, dass die gebrannte DVD oder der USB-Stick mit Windows 10 bei laufendem Windows 7 eingelegt beziehungsweise eingesteckt und jeweils die Datei "Setup.exe" ausgeführt wird.

Wie ist das Prozedere bei einer Neuinstallation?

Wer Windows 10 neu installieren möchte, muss bei eingelegter DVD beziehungsweise eingestecktem USB-Stick den Rechner neu starten, damit dieser von einem dieser Medien booten kann.

Kann ich dann mit Windows 10 gleich loslegen?

Im Prinzip ja. Aber es lohnt sich, unter "Einstellungen/Datenschutz" erstmal die Datenschutz-Einstellungen von Windows 10 nachzujustieren. Dorthin gelangt man nach einem Klick auf das Windows-Symbol ganz unten links, gefolgt von einem Klick auf das Zahnrad-Symbol.

Welche Alternativen gibt es zum Wechsel zu Windows 10?

"Es gibt zum einen als Alternative zu Windows natürlich immer Linux-Betriebssysteme, die im Regelfall gratis zu haben sind", sagt Jan Schüßler vom "c't"-Fachmagazin. Diese erforderten zwar oft ein wenig Einarbeitung, dafür seien viele Linux-Systeme Windows 7 gar nicht unähnlich. Unterm Strich gelte aber: "Das Betriebssystem, das Windows 7 am ähnlichsten ist, ist eigentlich schon Windows 10."

Alternativ kann man mit dem Kauf eines Apple-Computers auf MacOS umsteigen. Damit verlässt man aber die bekannte PC-Welt und ein Umzug aller Daten und Programme ist nur eingeschränkt möglich. (mgb/dpa)

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