Nach einem Glas Bier oder Wein haben manche Menschen eine verstopfte Nase. Andere müssen ständig niesen oder ihnen läuft die Nase. Woher kommt dieses Phänomen?

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Alkohol hat viele Nebenwirkungen. Neben dem schlechten Atem und dem Kater am nächsten Morgen kann er auch für verstopfte oder laufende Nasen sorgen. Der Alkoholschnupfen ist kein lebensbedrohliches, aber ein unangenehmes Problem. Woher kommt dieser temporäre Schnupfen?

In einer Studie wurde der Zusammenhang zwischen verstopften Nasen und dem Konsum von Wein untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass bei etwa sieben Prozent der Teilnehmer nach dem Genuss von Wein diese Symptome auftraten.

Alkohol weitet Blutgefäße

Dabei ist jedoch nicht ganz klar, ob die Personen gegen den Alkohol an sich, also Ethanol, oder gegen andere Inhaltsstoffe des Weins allergisch sind. Eine reine Alkoholallergie ist allerdings sehr selten, schreibt erkaeltet.info, das Portal der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsinformationen im Netz.

Magen und Darm haben nach dem Trinken von Alkohol eine größere Aufnahmefähigkeit, da sich die Durchlässigkeit der Schleimhäute erhöht. So können allergene Stoffe besser eindringen.

Zudem weitet Alkohol die Blutgefäße. Auch die Nasenschleimhaut wird so stark durchblutet und es kann zum Anschwellen in diesem Bereich und damit zu einer verstopften Nase kommen. Wer unter Asthma leidet, bekommt von Alkohol schnell eine laufende oder verstopfte Nase.

Zudem blockiert Alkohol das Enzym Diamino-Oxidase. Das Enzym baut Histamine ab - ist es aber durch den Alkohol außer Kraft gesetzt, kann es zu einem Übermaß an Histaminen im Körper kommen. Das wiederum löst Entzündungsreaktionen aus, die zum Beispiel die Nasenschleimhaut anschwellen lassen. (mh)

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