Manikürt, lackiert oder kurz geschnitten – Fingernägel sind heutzutage ein Lifestyle-Accessoire. Allerdings lohnt sich ein genauerer Blick nicht nur wegen der Schönheit. Bestimmte Merkmale können auf Krankheiten hinweisen. Daher unsere Alltagsfrage: Wie kommen Kerben in die Fingernägel?

Bei Kerben und Rillen im Nagel lassen sich zwei Arten unterscheiden:

Längsrillen sind eine normale Wachstumserscheinung. Sie können im Alter ausgeprägter erscheinen, sind aber völlig ungefährlich.

Querrillen, auch Beau-Linien oder Beau-Reil-Furchen genannt, deuten darauf hin, dass das Wachstum des Nagels an einem gewissen Punkt gestört war. Die Rillen können einerseits durch eine falsche Maniküre, bei der das Nagelbett verletzt wurde, entstehen. Andererseits können sie auch ein Hinweis auf einen schweren Infekt mit Fieber, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes oder Vergiftungen sein. Auch Mangelerscheinungen können die Querrillen im Nagel verursachen.

Suchen Sie in solchen Fällen also besser einen Arzt auf.

Eine weitere Nageldeformation ist der sogenannte Grübchen- oder auch Tüpfelnagel. Dabei bilden sich auf der Nageloberfläche kleine punktförmige Einkerbungen. Hier reichen die Ursachen von Ekzemen über Schuppenflechte (Psoriasis) bis hin zu einer Pilzinfektion. Meist wachsen die Verformungen nach einer Weile wieder selbst aus dem Nagel.

Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine persönliche Beratung und Behandlung durch einen Arzt.