Erkältungsviren haben gerade wieder Hochsaison. Wer auf sich achtet, kann das Risiko aber deutlich reduzieren. Neben Hände waschen und viel trinken helfen auch die folgenden Tipps.

Laut einer Statista-Umfrage waren 70 Prozent der Frauen und 67 Prozent der Männer im Jahr 2016 ein- bis dreimal von einer Erkältung betroffen – ein Viertel der Frauen sogar vier- bis sechsmal.

Warum die Erkältung gerade bei nasskaltem Wetter und herbstlichen Temperaturen ausbricht, ist schnell erklärt: Viren lieben Kälte und fühlen sich beim Menschen dann doppelt so wohl.

Die Gefäße der Atemwege verengen sich außerdem zunehmend. So können Abwehrzellen wie beispielsweise weiße Blutkörperchen, schlechter zu ihrem Ziel - der Nase - gelangen.

Mit diesen Tipps lässt sich die Erkältung trotzdem schon im Keim ersticken:

1. Fit gegen Krankheitserreger

Bewegung ist für vieles gut – auch zum Schutz vor einer Erkältung. Es muss auch kein Leistungssport sein, denn schon ein halbstündiger Spaziergang reicht aus, um den Körper gegen Erregern fit zu machen.

Besonders hilfreich sind Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren, Walken oder Schwimmen. Dabei werden weiße Blutkörperchen aktiviert, die die Körperabwehr beim Kampf gegen Krankheitserreger effektiv unterstützen.

2. Schutz durch guten Schlaf

Eine Erkältung ist wie ein schlechter Traum, der mit dem Aufwachen leider kein Ende findet. Damit es nicht so weit kommt, sollte hinreichend Schlaf an der Tagesordnung stehen.

Wissenschaftler an der Carnegie-Mellon-Universität in Pittsburgh untersuchten in einer Studie zwischen 2000 und 2004 die Schlafgewohnheiten von 153 gesunden Probanden, deren Durchschnittsalter bei 37 Jahren lag.

Wer nur sieben Stunden täglich geschlafen hat, hatte eine dreimal höhere Wahrscheinlichkeit eine Erkältung zu bekommen als die Teilnehmer, die acht Stunden geschlafen hatten.

3. Nein zu Stress – und zur Erkältung

Arbeit, soziale Verpflichtungen, Streit und Alltagsstress – manchmal ist Entspannung leichter gesagt als getan. Je mehr Stress entsteht, desto mehr Kortisol - ein Stresshormon - wird im Körper ausgeschüttet und führt zu einem anfälligen Immunsystem sowie einem stetigen Abbau der Abwehrkräfte.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Gegen gelegentlich auftretenden sowie positiven Stress ist nichts einzuwenden. Dieser kann sogar Abwehrkräfte mobilisieren und den Körper somit stärken.

Wird der Stress aber doch mal zu groß, können schon kleine Dinge große Wirkung zeigen – seien es kleine Trainingseinheiten in Yoga oder autogenes Training, ein gutes Buch oder eine ruhige Minute mit dem Hund. Dieser beispielsweise hat neben Freundschaft und Lachen eine nachgewiesene positive Auswirkung auf das Immunsystem.

4. Fenster auf – Krankheitserreger raus

Kuschelige Decken und lauschige Nächte vor dem offenen Kamin – so gewinnt die kalte Jahreszeit doch an Charme. Dies ist allerdings nur selten der Fall, vielmehr laufen mit Einzug des Winters die Heizungen wieder auf Hochtouren.

Die Heizungsluft trocknet Schleimhäute aus und macht sie so für Krankheitserreger anfällig. Abhilfe schafft drei bis viermal tägliches Stoßlüften sowie ein Luftbefeuchter und eine mit Wasser gefüllte Schale auf der Heizung.

5. Kuscheln für ein starkes Immunsystem

Liebe hat viele positive Seiten, so fungiert sie auch als Schutzschild gegen eine Erkältung. Kuscheln, Küssen und Sex stärkt nachweislich das Immunsystem.

Laut einer Studie von Immunologen in Zürich steigert der Sex den Spiegel der natürlichen Killerzellen im Blut um etwa 150 Prozent und unterstützt das Immunsystem so bei der Erkennung und Zerstörung infizierter Zellen.

6. Gesund bleiben durch gesundes Essen

Die beste Strategie im Kampf gegen ein geschwächtes Immunsystem sieht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung im Abwechslungsreichtum. Obst und Gemüse nehmen dabei einen wichtigen Stellenwert ein, denn diese schützen vor Zellschäden und Krankheitserregern – ein Zuviel gibt es hier fast nicht.

Auch die Vitamine A, C und E, die besonders in Karotten, Paprika und Pflanzenöl enthalten sind sowie die Mineralstoffe Eisen, Zink und Selen – in Fleisch, Haferflocken und Fisch – sind optimale Begleiter zur Unterstützung des Immunsystems.

Zwiebeln und Knoblauch besitzen eine entzündungshemmende Wirkung und verbessern damit nicht nur den Geschmack, sondern auch die Gesundheit.