Jedes Jahr ertrinken Menschen in Badeseen und Flüssen. Das Schlimme dabei: In der Nähe stehen oft Personen, die sie hätten retten können. Doch Ertrinken sieht nicht so aus, wie es sich die meisten vorstellen. Darum erkennen viele nicht, wenn jemand nur wenige Meter von ihnen entfernt mit dem Tod ringt.

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Gerade erst ist im Frankfurter Zoo ein Zweijähriger in einen Wassergraben gestürzt und ertrunken. Und diese Woche wurde bekannt, dass US-Skistar Bode Miller um seine Tochter trauert, die im Pool des Nachbarn ums Leben kam.

Jedes Jahr sterben Menschen, obwohl man sie retten hätte können. Freunde und Bekannte, die am Ufer stehen, schätzen die Situation oftmals falsch ein und bemerken nicht, dass gerade jemand ertrinkt.

In vielen Fällen kann die Feuerwehr die betroffenen Personen nur noch tot bergen, so wie im Fall eines 15-jährigen Mädchens aus Thüringen. Sie ging mit ihrem jüngeren Bruder in einem Teich schwimmen und ging plötzlich unter.

Anzeichen des Ertrinkens

Entgegen der weitverbreiteten Meinung schreit und strampelt ein Ertrinkender nicht, wie ein Rettungsschwimmer auf der Seite "Nordsee24" erklärt.

Ertrinken sieht nicht so aus, wie man sich Ertrinken vorstellt oder wie es in Spielfilmen oft dargestellt wird. Es sei fast immer ein ganz ruhiger Vorgang.

Der Kopf kann bei dem Ertrinkenden nach hinten geneigt und unter Wasser sein, der Mund befindet sich dabei auf Höhe der Wasseroberfläche. Die Augen sind geschlossen oder glasig und leer, die Haare können vor der Stirn oder den Augen hängen.

Wenn der Körper vertikal im Wasser liegt, die Person versucht, sich auf den Rücken zu drehen oder wiederholt nach Luft schnappt, sind das alles Indizien für eine Notsituation.

Sollte der Betroffene versuchen zu schwimmen, aber nicht vom Fleck kommen, ist das ebenfalls ein Anzeichen des Ertrinkens.

Für Eltern gilt: Kinder machen beim Spielen im Wasser Lärm. Sollte es ruhig werden, sehen Sie sofort nach.

Keine Luft für Hilferufe

Der Grund für die Ruhe beim Ertrinken sind die menschlichen Instinkte. Der Mensch kann seine Bewegungen in der Situation nicht bewusst steuern, der Körper erzwingt ein Notfallverhalten.

Der Ertrinkende konzentriert sich vorwiegend aufs Atmen, die Sprachfunktion wird dabei überlagert, erklärt der Rettungsschwimmer auf "Nordsee24" weiter. Die Person kann nicht mehr nach Hilfe rufen.

Beim Ertrinken ist der Mund immer wieder nur kurzzeitig über Wasser. Die Person schnappt nach Luft oder atmet aus. Zeit für Hilferufe hat sie nicht. Auch ein Herbeiwinken ist nicht möglich, da die Arme instinktiv ausgestreckt werden, um den Körper über Wasser zu halten. (ff)

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