Gerade im Winter ist eine gesunde Ernährung sehr schwierig, da die süßen Verlockungen oft näher liegen als frisches Obst und Gemüse. Wie wichtig aber gerade das in frischen Lebensmitteln enthaltene Kalium fürs Herz ist, darauf machen Forscher aufmerksam.

Der Mineralstoff Kalium ist im Körper so etwas wie der Gegenspieler des oft in zu hohen Mengen konsumierten schädlichen Salzes. Unter anderem die Deutsche Herzstiftung macht darauf aufmerksam, dass sich ein Mangel an Kalium im Körper negativ auf die Membranen der Herzzellen auswirkt.

Die Folge können etwa in schweren Fällen gefährliche Herzrhythmusstörungen sein, in leichten Fällen sogenanntes Herzstolpern (Extraschläge des Herzens).

Eine aktuelle US-Studie stellt sogar einen Zusammenhang zwischen Kaliummangel und Arterienverkalkung her. In der Fachzeitschrift "JCI Insight" haben Mediziner der University of Alabama die Ergebnisse aus Versuchen mit Mäusen veröffentlicht.

Künstliche Kaliumpräparate vermeiden

Um dem vorzubeugen, helfe vor allem eine Ernährung, die reich an natürlichem Kalium sei. Dabei erwähnen die Forscher die derzeit im Trend liegende Avocado, aber auch Bananen, die besonders reich an dem Stoff sind.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Jugendliche und Erwachsene eine Kaliumzufuhr von rund 2.000 bis 4.000 Milligramm am Tag.

Ebenfalls reich an Kalium sind Aprikosen sowie Karotten, Kohlrabi und Tomaten. In Tomatenmark und Trockenobst ist der Stoff besonders konzentriert vorhanden. Wer gerne zu Nüssen greift, sollte sich bei Kaliummangel an Erd- und Haselnüsse sowie Cashewkerne und Mandeln halten.

Zu meiden seien laut den Forschern künstliche Präparate, da diese dem Körper zu schnell zu viel Kalium auf einmal zuführen. Die Überversorgung könne in solchen Fällen ihrerseits zu Herzrhythmusstörungen sowie Muskelbeschwerden und Darmverschluss führen. Bei der frischen Ernährung sei eine Überdosis für gesunde Menschen aber kein Risiko.

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