Immer wieder kommt es zu Vergiftungen durch Kohlenstoffmonoxid - wie aktuell in den tragischen Todesfällen von sechs Jugendlichen in Arnstein. Jährlich sterben hunderte Menschen in Deutschland durch das hochgiftige Gas. So können Sie vorbeugen.

Die Todesfälle von Arnstein sind aufgeklärt: Die sechs Jugendlichen, die tot in einer Gartenlaube aufgefunden wurden, starben laut Angaben der Polizei Unterfranken an einer Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung. Immer wieder kommt es zu tragischen Zwischenfällen mit dem Gas. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Sechs Teenager starben an Kohlenmonoxidvergiftung.

Wie groß ist die Gefahr durch Kohlenstoffmonoxid?

Kohlenstoffmonoxid-Vergiftungen kommen immer wieder vor. Laut dem Statistischen Bundesamt starben im Jahr 2015 in Deutschland rund 650 Menschen daran.

Nach Angaben des Verbandes der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen kommt es in der Heizperiode im Winter regelmäßig zu Einsätzen, bei denen eine Gefahr durch eine zu hohe Konzentration von Kohlenstoffmonoxid in geschlossenen Räumen besteht. Häufig kommt es demnach zu Vergiftungen, die Spätfolgen nach sich ziehen können. In den meisten Fällen würden die Betroffenen die Gefahr erst erkennen, wenn bereits die Folgen einer akuten Vergiftung deutlich würden. In vielen Fällen sei das zu spät.

Wie entsteht Kohlenstoffmonoxid?

Kohlenstoffmonoxid (CO) entsteht bei einer nicht vollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen wie Holz, Gas, Kohle, Papier oder Kunststoff. Der Verbrennungsvorgang ist dann unvollständig, wenn nicht genug Sauerstoff vorhanden ist.

Dem Feuerwehrverband zufolge sind im Haushalt defekte Gasthermen oder eine falsche Bedienung von Kaminöfen häufig der Grund für einen Einsatz wegen Kohlenstoffmonoxid. Die Benutzung von Indoor-Grillen führe ebenfalls immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Was macht Kohlenstoffmonoxid im Körper?

Kohlenstoffmonoxid ist farblos, geruchlos, geschmacklos und hochgradig giftig. Das Tückische ist: Über die Sinne kann der Mensch das Gas nicht wahrnehmen. CO blockiert den Sauerstofftransport im Körper über die roten Blutkörperchen. Jemand, der zu viel Kohlenstoffmonoxid einatmet, erstickt quasi innerlich, spürt dabei aber keine Atemnot.

Bei einer leichten Vergiftung mit Kohlenstoffmonoxid können Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen die Symptome sein. Bei einer hohen CO-Konzentration in der Luft kann ein Mensch schon nach wenigen Atemzügen bewusstlos werden und kurz danach sterben.

Wie kann ich mich schützen?

Der Feuerwehrverband NRW rät dazu, regelmäßig mögliche Gefahrenquellen im Haushalt zu überprüfen und für eine gründliche regelmäßige Wartung von Heizungsanlagen zu sorgen.
Es sollte jederzeit genügend Frischluft in die Wohnräume gelangen. Darum ist es nicht ratsam, Tür- und Fensteröffnungen zu dicht zu verschließen oder verkleben. Vorsicht ist auch geboten, wenn Abluft-Wäschetrockner oder Lüftungsgeräte in der Nähe der Heizanlage betrieben werden.
Außerdem sollte jeder Haushalt über einen Kohlenstoffmonoxid-Warnmelder verfügen. Die Feuerwehr warnt jedoch: Die Melder können helfen, Gefahrensituationen zu erkennen, ersetzen jedoch nicht die sachgemäße Wartung und Sicherung der Gefahrenquellen. Außerdem sind sie kein Ersatz für Rauchmelder. (ada)

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