In den USA gibt es in der letzten Zeit vermehrt Fälle von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die mit einer Lungenkrankheit ins Krankenhaus eingeliefert werden. US-Behörden glauben, dass die Krankheit durch den Konsum von E-Zigaretten ausgelöst werden könnte. Ob sich die Betroffenen wieder vollständig erholen werden, ist unklar.

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In den USA häufen sich seit Ende Juni die Fälle einer Lungenkrankheit, die vermutlich durch den Konsum von E-Zigaretten ausgelöst wird. Das "Center for Disease Control and Prevention" (CDC) prüft derzeit 94 Fälle in 14 Staaten. Die Krankheit wird vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beobachtet.

Was die Krankheit genau verursacht, ist noch nicht bekannt. Bisher gibt es keine Indizien dafür, dass eine infektiöse Krankheit der Auslöser ist. Auffällig bei den Fällen ist allerdings, dass alle Betroffenen in den Wochen und Monaten vor dem Ausbruch der Krankheit E-Zigaretten konsumiert haben.

Ob die E-Zigarette selbst der Grund sein könnte oder die Inhaltsstoffe, die eingeatmet werden, ist noch nicht sicher. Betroffene Patienten haben beschrieben, dass sie sowohl Nikotin als auch auf Marihuana basierende und selbstgemachte Substanzen geraucht haben.

Symptome sind nicht eindeutig

Viele der Betroffenen wurden in Krankenhäuser eingeliefert, einige von ihnen werden auf Intensivstationen behandelt und müssen beatmet werden. Das berichtet "Science Alert". Ob sich die Patienten von der Krankheit wieder vollkommen erholen werden, ist nicht klar.

Mittlerweile haben Gesundheitsbeamte eine Warnung an die Öffentlichkeit herausgegeben. Die Symptome sind unter anderem Probleme beim Atmen, Kurzatmigkeit und Schmerzen in der Brust. Einige Patienten berichteten außerdem über Fieber, Husten, Übelkeit und Durchfall.

"Diese Fälle sind extrem schwierig zu diagnostizieren", erklärt Emily Chapman, Chefärztin der Kindergesundheitsorganisation Children's Minnesota, der "Washington Post". Sie hat sich um vier Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren gekümmert, die die Lungenkrankheit haben.

"Die Symptome ahmen eine normale Infektion nach, können aber zu ernsten Problemen und verlängertem Krankenhausaufenthalt führen." Eine Behandlung mit Steroiden hat den Zustand der Patienten schließlich verbessert.

Behörden arbeiten eng zusammen

Das CDC arbeitet eng mit den Behörden in Wisconsin, Illinois, Kalifornien, Indiana und Minnesota zusammen, wo bereits Fälle festgestellt wurden - alleine 30 in Wisconsin. Und noch weitere Staaten haben das CDC seitdem alarmiert, die Behörde muss die Fälle aber zunächst noch prüfen. Gemeinsam möchten sie so schnell wie möglich den Grund für die Krankheit herausfinden.

Eigentlich werden E-Zigaretten als harmlosere Variante des klassischen Glimmstängels angesehen. Das Aerosol im Vergleich zum Tabakrauch mit seinen mehr als 70 krebserregenden Stoffen gilt als weniger gesundheitsschädlich. Allerdings gibt es bei vielen der eingesetzten Aromen keine Erkenntnisse darüber, wie sie sich langfristig auf den Menschen auswirken. (ff)

Verwendete Quellen:

  • Center for Disease Control and Prevention: "CDC, states investigating severe pulmonary disease among people who use e-cigarettes”
  • Science Alert: "Officials: Nearly 100 Cases of a Mysterious Lung Illness Could Be Linked to Vaping”
  • dpa
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