Gegen Diskriminierung und für mehr Geschlechtergerechtigkeit: Pissoirs für Frauen soll es zukünftig in allen öffentlichen Toiletten in Berlin geben. Ganz nebenbei wird so das Austreten auch für die Damenwelt hygienischer.

Das sogenannte "Toilettenkonzept für Berlin" wurde vom Umweltsenat, dem Unternehmen Zebralog und der Technischen Universität Berlin erarbeitet und kürzlich dem Senat vorgelegt.

Das Bereitstellen von Pissoirs für Frauen läuft unter dem Stichwort "Geschlechtergerechtigkeit" und wird im Rahmen des Ausbaus von Unisex-Toiletten vorgenommen.

Noch immer gebe es etliche öffentliche Anlagen in der Hauptstadt, die nur Pissoirs für Männer anbieten, heißt es, und damit diskriminierend seien.

Perfekt auf Anatomie der Frau zugeschnitten

Ein Entwurf für ein Damen-Pissoir ist in dem Konzept ebenfalls enthalten. So führen die Autoren das "Girly Urinal" des italienischen Designers Matteo Thun als Beispiel an, der dafür bereits im Jahr 2004 mit dem Designerpreis "Compasso d’Oro" ausgezeichnet wurde.

Mit seiner innovativen Form ist dieses Urinal perfekt auf die Anatomie der Frau zugeschnitten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Toiletten können sie sich hier bequem über das Porzellanbecken hocken – ohne dass es möglicherweise zum Kontakt kommt.

Dieses Pissoir ist somit also auch eine hygienischere Alternative für die Damenwelt, und kann gleichzeitig eben auch von Männern genutzt werden.

Dort, wo es keine Unisex-Toiletten mit Pissoirs für beide Geschlechter gibt, müssen Frauen sich oft noch einiger Tricks behelfen. Dazu gehören beispielsweise die nur wenig angenehme Lufthocke oder Papierauflagen bzw. Reinigungsmittel.

Ein weiteres Hilfsmittel: Die sogenannten Urinellas. Dabei handelt es sich um kleine Papptrichter für die Handtasche, die Frauen das Pinkeln im Stehen ermöglichen. (cf)

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