Es ist heiß, richtig heiß - und viele wollen das Sommerwetter und den Sonnenschein ausgiebig genießen. Dabei ist aber Vorsicht angesagt, denn schnell kann man sich einen Sonnenstich oder sogar einen Hitzschlag holen. Aber was ist der Unterschied zwischen einem Hitzschlag und einem Sonnenstich, was kann man tun, wenn einen die Sonne zu stark erwischt hat - und bei welchen Symptomen sollte man sofort zum Arzt?

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Aktuell knallt die Sonne nur so auf Deutschland herunter. Die Schwimmbäder, Seen und Flüsse sind überfüllt, Schattenplätze rar oder gar nicht existent. "Ach, wird schon passen", denken sich viele - und legen sich in die Sonne.

Doch irgendwann schmerzt der Nacken, der Kopf ist ganz rot, ein bisschen schwindelig und übel ist einem auch und in den Ohren rauscht es komisch.

Ursachen und Symptome für einen Sonnenstich

Durch starke Hitze und zu viel Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken werden die Hirnhaut und das Gehirn irritiert. Unter Umständen kann es zu einer Hirnschwellung kommen.

Der Körper reagiert darauf mit Entzündungssymptomen. Zu erkennen ist ein Sonnenstich daran, dass die Betroffenen einen roten Kopf bekommen, innere Unruhe verspüren sowie über starke Kopfschmerzen und möglicherweise über Schwindel und Ohrengeräusche klagen.

Nackenschmerzen und -steifheit sind weitere mögliche Symptome. In einigen Fällen kann es sogar zu Bewusstlosigkeit oder einem Kreislaufkollaps kommen. Typischerweise erscheinen die Symptome erst zeitverzögert.

Was hilft bei einem Sonnenstich?

Es gilt: Der Betroffene sollte sofort aus der Sonne. Mit einer kalten Dusche oder nass-kalten Tüchern lässt sich der Körper schnell abkühlen.

Bettruhe und Trinken – Wasser, isotonische Getränke, Apfelschorle, Tee – sind wichtig, um die Symptome abklingen zu lassen. Der Betroffene sollte so liegen, dass der Oberkörper eine leicht erhöhte Position hat.

In der Regel lassen die Beschwerden innerhalb von wenigen Stunden nach. Spätestens nach zwei Tagen hat sich der Körper normalerweise erholt.

Bei starkem Erbrechen, apathischem Verhalten oder Bewusstlosigkeit sollte jedoch sofort der Notarzt gerufen werden.

Haben Sie keine isotonischen Getränke zur Hand, lösen Sie einen Teelöffel Kochsalz in einem Glas Wasser auf. Von dieser Lösung sollte alle zehn Minuten ein Schluck getrunken werden.

Statt nass-kalter Umschläge empfehlen sich auch Nackenumschläge mit kühlem Joghurt oder Quark. Alternativ können Sie auch Pfefferminze in eiskaltes Wasser geben und auf Stirn und Nacken verteilen.

Ist es ein Sonnenstich oder ein Hitzschlag?

Während beim Sonnenstich die Körpertemperatur in der Regel nicht erhöht ist, tritt bei Hitzschlag-Betroffenen Fieber bis zu über 40 Grad Celsius auf. Ein Hitzschlag ist im Unterschied zum Sonnenstich lebensbedrohlich.

Die gesamte Kreislauf- und Temperaturregulierung bricht zusammen. Dafür sind Flüssigkeitsmangel und starke Überhitzung die Ursache - oftmals aufgrund einer körperlichen Überanstrengung.

Die Symptome bei einem Hitzschlag sind: Fieber, hoher Puls, niedriger Blutdruck, Krämpfe, Halluzinationen, völlige Ermattung, heiße und trockene Haut.

Es sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden! Ist keine sofortige ärztliche Versorgung möglich, auf jeden Fall die Sonne sofort verlassen und den ganzen Körper kühlen.

Vorbeugende Maßnahmen für beschwerdefreies Sonnenbaden

Um den Sommer genießen zu können, lohnt es sich, folgende Tipps zu beachten: Tragen Sie eine Kopfbedeckung und schützen Sie möglichst auch den Nacken.

Bei wenig Kopfbehaarung oder Glatze bietet Sonnencreme alleine keinen ausreichenden Schutz.

Trinken Sie regelmäßig und insgesamt mindestens einen halben Liter mehr als üblich.

Während der Mittagshitze sollten Sie Aktivitäten in der Sonne vermeiden. Und selbst wenn Sie sich zwischendurch im Wasser abkühlen, reicht das nicht aus, um einen Sonnenstich zu vermeiden.

Halten Sie sich daher länger im Schatten als in der Sonne auf. Besonders im Gebirge sollte man sich nicht von einer eher als kühl empfundenen Umgebungstemperatur täuschen lassen.

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Wichtig: Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine persönliche Beratung und Behandlung durch einen Arzt.