Durch die Coronakrise ist er plötzlich wieder total angesagt: der gute, alte Spaziergang. Dieser ist nicht nur gesund, sondern fördert auch noch die Kreativität. Damit Ihnen das Spazierengehen aber nicht plötzlich zu monoton wird, haben wir hier fünf Tipps, wie er spannend bleibt.

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Wer hätte das gedacht: Ausgedehnte Spaziergänge allein, zu zweit oder mit der Familie sind wieder so richtig "in". Vor der Krise gaben laut Statista.de nur rund 20 Prozent der Deutschen an, sehr häufig zu wandern. Entsprechend dürfte nun auch Spazierengehen, also "wandern light", für die meisten Menschen richtiges Neuland sein. Spazieren, also spontanes, bequemes Laufen für etwa eine Stunde, dient laut Experten der Entspannung, ist gut für soziale Kontakte, das Immunsystem und fördert die Kreativität.

Einem Spaziergang kann man folglich nur Gutes abringen. Allein, die Monotonie könnte in diesen Tagen zur Herausforderung werden. Wir verraten Ihnen fünf kreative Ideen, damit Ihnen während des entspannten Schlenderns auf Dauer nicht langweilig wird.

1. Statt des Autos: Setzen Sie sich täglich ein Ziel zu Fuß

Sie wollen heute mal nicht ganz so planlos umherlaufen wie bei den bisherigen Spaziergängen? Dann setzen Sie sich täglich Ziele, zu denen Sie unterwegs sein wollen. Damit die Entfernung weit genug ist, wählen Sie etwas, zu dem Sie garantiert mit dem Auto fahren würden. Wie wäre es zum Beispiel mit dem fünf Kilometer entfernten Lieblings-Eis-Cafe, einem Badesee in der Nähe, dem Hofladen eines Bauernhofes oder dem kleinen Park im benachbarten Viertel?

Noch besser wird die Aufgabe, wenn Sie sich ungefähr die Richtung auf der vorher angeschauten Karte merken und sich einfach mal auf Ihren Navigationsinstinkt verlassen. Das schärft die Sinne und Sie werden sehen: Für manche Strecken kann man sich auch prima auf sein eigenes geografisches Verständnis verlassen.

2. "Hidden Highlights": Entdecken Sie Ihre Umgebung nochmal ganz neu

Ihre Gehstrecke gefällt Ihnen gut? Dann schauen Sie hier doch einmal genauer hin. Wissen Sie wirklich, warum es diesen besonderen Brunnen in Ihrem Viertel gibt, warum die Straße diesen außergewöhnlichen Namen trägt und mitten in Ihrem Viertel das kleine Schlösschen steht? Sie werden überrascht sein, was Sie alles finden und lernen.

Schulen Sie sich in Aufmerksamkeit und Neugierde für Denkmäler, historische Bauten, versteckte Bäche, denkmalgeschützte Häuser, alte Herrenhäuser oder kleine, verborgene Gässchen im Viertel. Bleiben Sie dabei an eventuell vorhandenen Erklärschildern stehen und googeln Sie doch einmal, was es mit den lokalen "Hidden Highlights" auf sich hat. Und vielleicht entdecken Sie dabei ja auch Ihren neuen besonderen Lieblingshotspot?

3. Sein eigener Reiseführer sein: Spielen Sie "Tourist"

Sie wohnen in einer größeren Stadt? Perfekt! Für größere Orte gibt es meistens ausführliche Reiseführer mit inspirierenden, vorgeplanten Touren oder sogar richtige Hörbücher. Lassen Sie sich also auf eine kleine Stadtführung mit Ihnen selbst, Ihrem Partner oder Ihrer Familie ein - aber natürlich nur, wenn sie Sie sich damit während der Coronakrise keiner Gefahr aussetzen, Menschenansammlungen vermeiden und auch keine Regeln brechen.

Lesen Sie dazu auch: Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in unserem Live-Blog

Besuchen Sie am besten jeden Tag ein paar der im Reiseführer vorgeschlagenen Stationen und entdecken Sie so Ihre Heimat ganz neu. Meistens enthalten die Touren der Reiseführer zirka 30 Anlaufpunkte; wenn Sie sich jeden Tag zwei oder drei vornehmen, dürften Sie sich rund zwei Wochen lang über eine täglich spannende kleine Führung freuen.

4. Kopfhörer auf: Hörbücher helfen, um abzuschalten

Wenn Sie beim Spazieren durch das Viertel an sich nicht abschalten können, dann versuchen Sie es einmal mit Hörbüchern, die ablenken und gleichzeitig entspannen. Lassen Sie sich auf andere Gedanken bringen, die kurz die reale Welt vergessen lassen und eine Gedankenreise an der frischen Luft möglich machen.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Roman, der in einem Land spielt, in das Sie aktuell gerne verreisen wollten, aber nicht konnten? Oder mit Geschichten rund um das Thema "Balance & Wellness"? Dann empfehlen wir Ihnen die aktuelle Sammlung dazu von Spotify. Hier finden Sie neben Ratgebern rund um das Thema Achtsamkeit und Meditation auch viele Tipps für ein erfüllteres, entspannteres Leben.

5. Spiele beim Spazierengehen: Werden Sie zum Naturexperten

Wissen Sie eigentlich, welche Pflanzen und Tiere in Ihrem Viertel oder in Ihrem Ort zu Hause sind? Falls nicht, könnten Sie den Spaziergang zu zweit oder in der Familie auch ganz gut für ein Bestimmungsspiel nutzen.

Sammeln Sie Blüten, Samen, Früchte, Blätter, ein Stückchen Rinde, einen kleinen Zweig oder machen Sie Fotos von kleinen Tieren, die Ihnen begegnen, zum Beispiel Singvögel, Käfer, Schmetterlinge. Zu Hause können Sie dann in Ruhe alles Beobachtete bestimmen – etwa über die Website www.pflanzen-bestimmung.de.

Oder Sie identifizieren das Gefundene direkt vor Ort mit Apps wie "PlantNet". Diese durchsucht mithilfe Ihrer aufgenommenen Fotos im Archiv gespeicherte Pflanzen und zeigt Ihnen dann das Ergebnis an.

Mit der App "Vogelstimmen Id - Ruf + Gesang" können Sie zudem die Rufe der Vögel abspielen und Vogelstimmen ähnlicher Vogelarten direkt miteinander vergleichen. Sie ist allerdings kostenpflichtig. Kostenlos bestimmen lassen sich Vogelarten hingegen mit der "Vogelwelt"-App des NABU inklusive ausführlicher Artenportraits. Ähnliche Apps gibt es auch für Insekten.

Verwendete Quellen:

  • statista.com: Anzahl der Personen in Deutschland, die in der Freizeit wandern
  • praxixtipps.chip.de: Pflanzen identifizieren - die besten Apps und Tools

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