Wer intensiv trainiert oder nach einer längeren Pause wieder Sport traibt, kennt Muskelkater nur zu gut. Das Bewegen fällt oft schwer und viele denken gar nicht daran, erneut Sport zu machen. Doch tatsächlich kann Bewegung einem Muskelkater entgegen wirken.

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Muskelkater: Der Schmerz am Tag danach entsteht immer dann, wenn jemand sich beim Training zu sehr oder ungewohnt belastet. Tatsächlich lohnt es sich aber, sich trotz Schmerzen wieder zu bewegen.

Das hilft bei Muskelkater

Eine Über- oder Neubelastung verursacht winzige Schäden an der Muskulatur, sogenannte Mikrotraumen, erklärt Prof. Christoph Eifler von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) in Saarbrücken. Diese lösen wiederum einen Entzündungsprozess aus und reizen den Schmerznerv. Dagegen hilft alles, was die Durchblutung fördert, ein Gang in die Sauna zum Beispiel.

Da wurde sich aufgerafft, der Schweinehund besiegt, eine ausgiebige Sporteinheit absolviert, und der Körper dankt es einem mit einem heftigen Muskelkater. Der erste Tag ist noch aushaltbar, der zweite dafür umso schlimmer. Aber warum tut Muskelkater am zweiten Tag mehr weh? Der Prof. Dr. Michael Behring von der Goethe-Universität Frankfurt erklärt das Phänomen des heftigen zweiten Tages.

Sport trotz Muskelkater

Aber auch Sport treiben, kann sinnvoll sein.

Voraussetzung sei jedoch, dass man es nicht übertreibt: Eifler empfiehlt für das Trainingsprogramm gegen Muskelkater eine eher niedrige Intensität. Heftiges Training oder Dehnübungen verschlimmern die Mikrotraumen eher und sind keine gute Idee, genau wie eine gründliche Massage.

Wie lange es dauert, bis sich die Muskeln wieder erholen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Normalerweise bleibt ein Muskelkater etwa zwei Tage.

Muskelkater, Riss oder Zerrung?

Wenn der Schmerz direkt nach einer sportlichen Übung beginnt und besonders intensiv und stechend ist, handelt es sich vermutlich nicht mehr nur um Muskelkater, sondern eher um eine Zerrung oder gar einen Muskelfaserriss. Solche Beschwerden sind dann ein Fall für den Arzt. (dpa/sob)