Erneut ein grausiger Fund in Detroit: Die Polizei hat laut Medienberichten in einem Bestattungsunternehmen mehr als 60 tote Föten entdeckt. Erst vor knapp einer Woche war die US-Stadt in die Schlagzeilen geraten, weil ebenfalls in einem Bestattungsunternehmen die Leichen von elf Babys gefunden worden waren.

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Die US-Polizei hat laut Medienberichten in einem Bestattungsunternehmen in der Stadt Detroit mehr als 60 Föten gefunden.

Bei der Durchsuchung des Perry Funeral Home wurden am Freitag die Überreste von 36 Föten in Kisten und 27 weiteren in Kühlschränken entdeckt, wie Polizeichef James Craig am Sonntag sagte. "Das ist unglaublich", zitierte die Zeitung "Detroit News" den Beamten.

Behörden entziehen Unternehmen vorerst Genehmigung

Die Behörden des Bundesstaates Michigan entzogen dem Bestattungsinstitut vorerst die Genehmigung.

Eine Woche zuvor hatten Ermittler in einem anderen Bestattungshaus der Stadt hinter eine Deckenverkleidung zehn Föten gefunden. Ein anonymer Tipp habe die Polizei damals zu dem Fundort geführt, berichtete die "The Detroit News". Die Überreste der Babys befanden sich demnach im Zwischenraum einer Decke des Gebäudes. Das Institut habe im April wegen unzulänglicher Zustände schließen müssen, zitierte die Zeitung die Polizei.

Die Polizei weite nun ihre Ermittlungen aus, sagte Craig. Es sei etwa unklar, ob finanzielle Machenschaften dahinter steckten.

Die Ermittlungen richteten sich auf möglicherweise nicht ausgefüllte Totenscheine, nicht beantragte Bestattungen und nicht eingeholte Genehmigungen von Eltern, die Föten zurückzuhalten.

Nach dem Zeitungsbericht hat ein Angehöriger das Perry Funeral Home und andere Institute verklagt. Der Vorwurf laute auf Lagerung von Tot- und Lebendgeburten in der Universitätsleichenhalle ohne Einwilligung der Eltern. (szu/afp/dpa)

Ein Franzose hat mehr als zehn Jahre mit der mumifizierten Leiche seines Vaters in einer Wohnung gelebt. 

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