In der Ukraine ist ein Munitionslager explodiert. Rund 12.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

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Wegen Explosionen in einem Munitionsdepot sind in der Ukraine etwa 12.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Die Detonationen in dem Arsenal rund 130 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kiew hätten am Dienstagmorgen gegen 3.30 Uhr Ortszeit begonnen, teilte das Militär mit. Demnach wurden mehrere Straßen um die Kleinstadt Itschnja im Gebiet Tschernihiw gesperrt, dazu der Luftraum im Umkreis von 30 Kilometern.

Sabotage oder Schlamperei?

Verletzte wurde nach Polizeiangaben niemand. In dem Depot sollen mehr als 88.000 Tonnen Munition lagern.

Seit dem Beginn der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und von Russland unterstützten Separatisten in der Ostukraine 2014 ist es mindestens der fünfte derartige Vorfall in einem Munitionslager.

Die Führung in Kiew vermutet zumeist russische Sabotageakte als Ursache. Ermittlungen im Anschluss stellen jedoch oft Schlamperei fest.  © dpa

In der Ostukraine wird auch vier Jahre nach Ausbruch der Kampfhandlungen weiter geschossen. Für die Weltöffentlichkeit spielt der Konflikt kaum noch eine Rolle, für die Menschen in der Region aber ist die Situation dramatisch.