• In einem Flüchtlingslager in Bangladesch ist ein Feuer ausgebrochen.
  • In dem betroffenen Gebiet hätten mindestens 150.000 Menschen in Hütten gelebt.

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In Bangladesch ist in einem Lager mit Hunderttausenden Rohingya-Flüchtlingen Großbrand ausgebrochen. Das Feuer sei am Montagnachmittag ausgebrochen und habe bis am Abend (Ortszeit) nicht gelöscht werden können, sagte der Chef der für Flüchtlinge zuständigen Behörde der Deutschen Presse-Agentur.

In dem betroffenen Gebiet hätten mindestens 150.000 Menschen in Hütten gelebt. Noch könne der Schaden des Brandes aber nicht abgeschätzt werden.

Feuerwehr, Polizei und Armee seien vor Ort. Bilder und Videos auf sozialen Netzwerken zeigten viel schwarzen Rauch über dem Hüttenmeer.

Hunderttausende von Myanmar nach Bangladesch geflüchtet

Die Hilfsorganisation CARE berichtete, dass sich die Flammen über mehrere Abschnitte ausgebreitet hätten. "Es ist wichtig, das Feuer jetzt schnell unter Kontrolle zu bekommen, da es immer näher an die dichtbesiedelteren Abschnitte des Camps heranrückt", sagte der stellvertretender Länderdirektor der Organisation in Bangladesch, Ram Das.

"Gelingt dies nicht, könnten sich die Flammen noch schneller ausbreiten, weil sich hier die Hütten der Menschen noch näher aneinanderreihen."

Hunderttausende Angehörige der muslimischen Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar waren 2017 von dort vor Militärgewalt in das muslimische Nachbarland Bangladesch geflüchtet. Dort leben sie in Camps. Die Vereinten Nationen bezeichnen ihre Verfolgung in ihrer Heimat Myanmar als anhaltenden Völkermord.

Viele Rohingya verloren in Myanmar durch ein 1983 erlassenes Gesetz die Staatsbürgerschaft. Das Militär von Myanmar steht wegen der Verfolgung international in der Kritik. Etliche Rohingya wollen in ihre Heimat zurückkehren.  © dpa

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