• Zehn Jahre ist es her, dass Anders Behring Breivik in Oslo und auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen tötete.
  • Nun muss gerichtlich darüber entschieden werden, ob der norwegische Terrorist probeweise entlassen wird.
  • Ein Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest.

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Ein norwegisches Gericht soll darüber entscheiden, ob der Terrorist Anders Behring Breivik probeweise entlassen wird. Das sagte sein Anwalt Øystein Storrvik der Zeitung "Verdens Gang" am Freitag. Breivik wurde 2012 für den Mord an 77 Menschen im Osloer Regierungsviertel und auf der Insel Utøya zu 21 Jahren Sicherheitsverwahrung verurteilt.

Staatsanwaltschaft lehnte Antrag ab - nun soll ein Gericht entscheiden

Nach norwegischen Recht kann er nach zehn Jahren Haft eine Entlassung auf Probe beantragen. Da die Staatsanwaltschaft den Antrag bereits abgelehnt hatte, hat Breivik nun Anspruch auf eine gerichtliche Prüfung.

"Die Staatsanwaltschaft hat entschieden, einer vorzeitigen Entlassung nicht zuzustimmen und meint, dass die Bedingungen für seine Unterbringung in einer geschlossenen Anstalt weiterhin gegeben sind", sagte Storrvik der Zeitung. Deshalb soll nun ein Gericht in Telemark darüber entscheiden. "Breivik möchte, dass ich so gut wie möglich für seine Probeentlassung argumentiere", sagte der Anwalt.

Ein Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest. Die Justizbehörden möchten den Prozess aus Sicherheitsgründen im Gefängnis von Skien abhalten, berichtete die norwegische Nachrichtenagentur NTB. Anwalt Storrvik meint, die Verhandlung solle in einem normalen Gerichtssaal stattfinden. Breivik nennt sich mittlerweile Fjotolf Hansen. (dpa/lag)

Zum zehnten Jahrestag des Breivik-Anschlages: Karte und Angaben zum Anschlag. AFP Ort: null (null) Datum: null