• Das Restaurant Night Town in Cleveland schließt freiwillig über den Winter, um die Corona-Pandemie nicht zu befeuern.
  • Ein Gast kam kurz vor der letzten Schließung in den Laden, genoss ein Bier und ließ 3.000 Dollar Trinkgeld da.
  • Die anwesenden Kellner durften sich das Geld teilen.

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In Cleveland war ein Restaurantgast besonders spendabel. Er bestellte nur ein Bier und gab dann 3.000 Dollar Trinkgeld. Die Geste kommt kurz vor der Schließung des Restaurants aus Pandemiegründen.

Die hohen Fallzahlen in der Covid-19-Pandemie im US-Bundesstaat Ohio hatten den Besitzer des Night Town, Brendan Ring, dazu bewegt, seinen Laden vorerst zu schließen. Er kündigte im Netz an, das Restaurant werde am 22. November seinen letzten Öffnungstag haben und die Türen dann erst wieder im Frühjahr öffnen.

Kurz vor Feierabend kam dann ein Gast in den Laden und bestellte nur ein einziges Bier. Nachdem er dieses genossen hatte, bezahlte er per Kreditkarte – und schrieb zu der Rechnung von 7,02 Dollar ganze 3.000 Dollar Trinkgeld dazu, berichtet "People". Er sagte dem Restaurantbesitzer, er wünsche ihm alles Gute in der freiwilligen Schließzeit und er sollte das Trinkgeld unter den anwesenden Mitarbeitern aufteilen.

Zunächst glaubte Ring an einen Fehler und folgte dem Mann. Doch dieser erklärte ihm: "Kein Fehler, wir sehen uns, wenn Sie wieder öffnen!" Der Restaurantbesitzer hatte also plötzlich 3.000 Dollar, die er auf seine vier Kellnerinnen und Kellner verteilen musste.

Hat der Chef einen Scherz gemacht?

Da Ring für seine Scherze bekannt ist, glaubte ihm seine erste Angestellte die Sache zunächst nicht. Er musste ihr erst die Kreditkartenrechnung zeigen. Die nächste Kellnerin glaubte ihm sofort und begann, vor Glück zu weinen. Jeder, der am letzten Tag vor der Schließung im Night Town bedient hat, ging mit 750 Dollar extra nach Hause.

Für Ring war es eine großzügige Geste in einem harten Jahr. Sein Restaurant lief allerdings den Sommer über sehr gut, er habe viel Unterstützung von Stammgästen und anderen Kunden erfahren. Das habe ihm die Entscheidung einer freiwilligen Schließung nicht leichter gemacht, sagte er gegenüber Medienvertretern. Im Frühjahr soll das Night Town wieder öffnen. Dann hoffentlich in einer Welt mit weniger Pandemiegefahren.  © 1&1 Mail & Media/ContentFleet

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