In einer Kirche im idyllischen Hörsching (Oberösterreich) drehte eine Frau zwei Sex-Filme. Der Pfarrer des Gotteshauses erstattete Anzeige, nun wurde die Verdächtige festgenommen.

Die kleine Gemeinde in Hörsching war fassungslos als der Vorfall im Juni diesen Jahres bekannt wurde: Eine Frau drehte mitten in der denkmalgeschützten Pfarrkirche zwei Pornofilme und stellte diese wenig später ins Internet. Nun klickten bei der vermeintlichen Täterin die Handschellen. "Wir haben eine Verdächtige ausgeforscht. Sie ist bereits einvernommen worden und hat ein Geständnis abgelegt", sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion der Zeitung "Kurier".

Gegenüber der Staatsanwaltschaft soll sich die Verdächtige für ihre Taten entschuldigt haben. Sie wollte mit ihrer Aktion bewusst provozieren und die Porno-Industrie auf sich aufmerksam machen.

Ob es sich gelohnt hat? Wohl kaum. Die Frau wurde wegen Herabwürdigung religiöser Lehren angezeigt. Laut Anklage soll sich die Erotikdarstellerin in der Kirche entblättert und bei sexuellen Handlungen auf den Holzbänken des Gotteshauses selbst gefilmt haben. Sollte es zur Verurteilung kommen, droht ihr eine Geldstrafe von 360 Tagessätzen oder eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten.