Das traditionelle Festessen mit den Liebsten darf an Ostern nicht fehlen. Was dabei auf den Tisch kommt, ist von Land zu Land verschieden. Diese Osterrezepte stammen aus Argentinien, Griechenland undr dem Libanon.

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Ostern ist das älteste Fest des Christentums und wird von Christen auf der ganzen Welt gefeiert. Der Karsamstag markiert das Ende der 40-tägigen Fastenzeit - ab diesem Tag darf also wieder geschlemmt werden. In Deutschland kommen am Osterfest Köstlichkeiten wie das klassische Osterlamm, saftige Hefezöpfe und natürlich bunt bemalte Eier auf den Tisch. Und was isst der Rest der Welt? Hier finden Naschkatzen Inspiration aus Griechenland, Argentinien und Co.

Tsoureki (Griechenland)

Tsoureki ist ein Hefebrot, das in Griechenland am Ostersonntag gegessen wird und als Zeichen für Fruchtbarkeit und Sehen gilt. In dem Brot stecken rotgefärbte Ostereier, die symbolisch für das Blut Christi stehen, aber auch für die Wiedergeburt und den Frühling. Einen besonderen Geschmack geben dem Tsoureki die Gewürze Mastix und Machlepi.

Tsoureki
Die Griechen servieren an Ostern ein Hefebrot namens Tsoureki. © imago images/vaaseenaa

Zutaten: 500 g Mehl, 1 Päckchen Trockenhefe, 150 ml lauwarme Milch, 90 g Zucker, 3 Eier, 1 Prise Salz, 50 g geschmolzene Butter, 1 Bio-Orange, 4 grüne Kardamomkapseln, 05, TL geriebenes Machlepi (oder als Ersatz Muskat und Vanille), 0,5 TL gemahlenes Mastix (oder als Ersatz Zitronenabrieb), 1 Eigelb und 3 EL Milch zum Bestreichen, Sesam zum Bestreuen, 5 gekochte, rotgefärbte Eier

Zubereitung: Mehl, Zucker, Hefe und die restlichen Trockenzutaten in eine große Schüssel geben und vermischen. Butter, lauwarme Milch und verquirlte Eier dazugeben und vermengen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen zu einem glatten Teig kneten, zu einer Kugel formen und zugedeckt etwa zwei Stunden gehen lassen. Den aufgegangenen Hefeteig nochmals durchkneten und ihn auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech zu einem Zopf oder Kranz formen. Die fünf Ostereier in gleichmäßigen Abständen auf dem Zopf platzieren, dabei drücken die Eier den Teig ein. Das Ganze nochmal 30 Minuten gehen lassen. Mit der Eigelb-Milch-Mischung bepinseln und mit Sesamsamen bestreuen. Den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und 35 bis 40 Minuten backen.

Torta Pascualina (Argentinien)

Die Torta Pascualina ist eine deftige Torte aus Blätterteig, Spinat und Eiern, und wird in Argentinien traditionell an Ostern gegessen. Der Name leitet sich vom spanischen Wort für Ostern, also "Pascua" ab.

Zutaten: 400 g Blätterteig (2 Platten), 1 kg frischer Blattspinat, 6 EL Olivenöl, 2 Eier, 500 g Ricotta, 6 hart gekochte Eier, 70 g geriebener Parmesan

Zubereitung: Spinat waschen und in kochendem Wasser kurz blanchieren. Dann abschrecken, ausdrücken und fein hacken. In einer Schüssel mit Salz und 2 EL Olivenöl vermischen. Zwei Eier mit dem Ricotta und 40 g Parmesan verrühren und den Spinat untermengen. Eine gebutterte Springform mit Blätterteigplatten auslegen. Dann die Spinat-Ricotta-Füllung in die Form geben. Die hartgekochten Eier pellen, gleichmäßig verteilt in die Füllung setzen und mit dem restlichen Parmesan bestreuen. Die zweite Teigplatte mit Öl bestreichen und oben auflegen, die überlappenden Teigränder nach innen rollen und andrücken. Den Teig mit einer Gabel mehrmals leicht einstechen oder mit einem Messer verzieren. Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und die Blätterteigtorte ca. 60 Minuten goldbraun backen.

Ma'amouls (Libanon)

Im Libanon und anderen Ländern des Nahen Ostens werden an Ostern traditionell Ma'amouls gegessen, kleine gefüllte Gebäckstücke. Ihr Teig besteht aus Grieß, oft werden sie mit Datteln, Walnüssen oder Mandeln gefüllt. Ma'amouls haben normalerweise eine typische Verzierung, für die ein Förmchen benötigt wird.

Zutaten: 250 g Butter, 500 g Hartweizengrieß, 250 g Weichweizengrieß, 100 g Zucker, 1 TL Mahleb (oder als Ersatz Muskat), 0,5 TL Trockenhefe, 50 ml lauwarme Milch, 3 EL Rosenwasser, 3 EL Orangenblütenwasser, 370 g Datteln ohne Kern, 1 TL Zimt, Puderzucker, Ma'amoul-Förmchen

Zubereitung: Die Datteln in einem Sieb über kochendem Wasser dämpfen, bis sie weich sind. Abkühlen lassen und in einem Mixgerät nach und nach zu einer klebrigen Paste mixen. Zimt untermischen und in den Kühlschrank stellen. Für den Keksteig die trockenen Zutaten in eine Schüssel geben, Butter in Flöckchen dazugeben und mit der Hand vermengen. Dann Rosenwasser und Orangenwasser darüber träufeln, vermischen und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Aus der Dattelpaste kleine Kugeln formen, ein Stück Teig mit der Hand flach drücken und um die Kugel herumschließen. Die Teigkugeln im Ma'amoul-Förmchen formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 15 bis 20 Minuten backen. Abkühlen lassen und in Puderzucker wälzen.

Mämmi (Finnland)

Mämmi ist ein puddingartiges Dessert aus Roggenmehl, Wasser, Malz und Sirup, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht. Damals wurde es als Fastenbrecher nach der strengen Fastenzeit gegessen. Noch heute ist es in Finnland ein Osterklassiker, den es fertig abgepackt in jedem Supermarkt gibt. Achtung: Für die Zubereitung von Mämmi muss man sich viel Zeit nehmen.

Mämmi
Mämmi wird oft mit Pudding serviert. © Getty Images/iStockphoto/Marko Hannula

Zutaten für zehn Portionen: 7 l Wasser, 2 kg Roggenmehl, 500 g Roggenmalz, 3 EL Melasse, 2 TL Salz, 4 EL geriebene Orangenschale

Zubereitung: Zwei Liter Wasser in einem Topf auf 60 Grad erwärmen und 25 g Roggenmalz und 50 g Roggenmehl hinzugeben; zu einem dünnflüssigen Brei verrühren und mit etwas Roggenmehl und -malz bestreuen. Den Topf mit einem Deckel verschließen und den Brei eine Stunde ziehen lassen. Der Brei muss dabei warm bleiben, sollte aber auf keinen Fall kochen. Dann einen weiteren Liter Wasser, Roggenmehl und -malz hinzugeben und eine Stunde ruhen lassen. Das Ganze wird wiederholt, bis die sieben Liter Wasser verbraucht sind.

Ist der Brei fertig, wird er unter ständigem Rühren eine halbe Stunde gekocht. Anschließend Sirup, Salz und Orangenschale hinzugeben und gut verrühren. Den Topf in den Backofen geben und eine Stunde bei 150 Grad Umluft backen. Anschließend in ofenfeste Schüsselchen füllen (nur zur Hälfte, da der Brei beim Backen blubbert), etwas Zucker drüberstreuen und nun bei 140 Grad etwa drei Stunden backen. Der fertige Mämmi schmeckt mit Schlagsahne, Vanillesauce oder Vanilleeis besonders gut.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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