• Angesichts der aktuellen Preissteigerungen haben viele Menschen die Sorge, in finanzielle Nöte zu geraten.
  • Eine exklusive Umfrage im Auftrag unserer Redaktion zeigt: Die Deutschen würden in diesem Fall am ehesten auf Urlaub verzichten.
  • An Nahrungsmitteln hingegen würden sie am wenigsten sparen.

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Die Inflation auf Rekordhoch, steigende Energiekosten wegen des Kriegs in der Ukraine, die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie – viele Menschen müssen den Gürtel aktuell schon enger schnallen oder blicken mit Sorge in die Zukunft. Wir wollten daher wissen: "In welchen dieser Bereiche würden Sie bei finanziellen Engpässen am ehesten sparen?" (Mehrfachantworten waren möglich.)

Deutsche würden zuerst am Urlaub sparen

Das Ergebnis: Am ehesten würden die Menschen auf Urlaub verzichten. Das sagten 57 Prozent der Befragten. Schon recht deutlich dahinter: Freizeit- und Kulturveranstaltungen (47 Prozent), Kleidung (42 Prozent) und Abos wie Streaming oder Zeitung (40 Prozent).

Angesichts der Preissteigerungen im Supermarkt überrascht, wo die Deutschen weniger Abstriche machen würden: Nur neun Prozent der Befragten gaben an, im Falle eines finanziellen Engpasses an Nahrungsmitteln zu sparen.

Mehr Frauen als Männer würden bei Klamotten sparen

Schaut man sich die Antworten nach Geschlechtern getrennt an, gibt es kaum Unterschiede – mit einer Ausnahme: Bei Kleidung würden 37 Prozent der Männer sparen, aber 47 Prozent der Frauen. Allerdings ist an dieser Stelle auch das Einsparpotenzial größer: Frauen geben im Schnitt etwa doppelt so viel für Klamotten aus wie Männer.

Weniger Überraschungen gibt es bei den Antworten nach politischer Wahlabsicht getrennt: Die Anhänger und Anhängerinnen der Grünen (30 Prozent) und der SPD (27 Prozent) sind im Vergleich eher bereit, auf Fahrten mit dem Pkw zu verzichten und sich beim Energieverbrauch einzuschränken (Grüne: 33 Prozent, SPD: 29 Prozent) als die Anhänger und Anhängerinnen der anderen Parteien.

Umgekehrt würden nur fünf Prozent der AfD-Anhänger und -Anhängerinnen weniger Auto fahren und nur acht Prozent dieser Gruppe würden versuchen, bei den Energiekosten zu sparen.

(cze)

Informationen zur Methode: Für die repräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Civey die Antworten von 5.003 Teilnehmern und Teilnehmerinnen berücksichtigt. Das Gesamtergebnis ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben unter anderem Daten wie Alter, Geschlecht und Wohnort angegeben und wurden registriert und verifiziert. Civey korrigiert Verzerrungen durch ein mehrstufiges Gewichtungsverfahren. Der Befragungszeitraum war 30. Juni bis 12. Juli 2022.
Der statistische Fehler der Ergebnisse beträgt 2,5 Prozentpunkte. Zusätzliche Informationen zur Methode finden Sie auf Civey.com und im Civey-Whitepaper.

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