Rosen sind relativ pflegeaufwendig und vor allem beim Schneiden lauern einige Fallstricke. Die größten Fehler lassen sich allerdings leicht vermeiden.

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Der größte Fehler ist, Rosen gar nicht zu schneiden. Je kräftiger eine Rose geschnitten wird, desto kräftiger wächst sie nach. Durch den Schnitt wird sie zur Bildung neuer Triebe angeregt. Verblühte Pflanzenteile müssen regelmäßig entfernt werden, um eine unnötige Samenbildung zu verhindern.

Kranke Triebe, die man an ihrer bräunlichen oder schwarzen Farbe erkennt, müssen bis in das gesunde, grünlich weiße Holz zurückgeschnitten werden. Auch dünne oder schwache Triebe sollten am Triebansatz entfernt werden. Sofern sich Triebe überkreuzen, sollten die schwächeren Triebe herausgeschnitten werden, damit sie sich nicht gegenseitig stören oder gar verletzen, was das Eindringen von Krankheiten begünstigen kann.

Bei der sogenannten Verjüngung wird ein Rosenstrauch ausgelichtet, indem alle vergreisten Triebe entfernt werden, damit die Sonne auch zu den unteren Knospen vordringen und die Entwicklung neuer Triebe anregen kann. Über drei oder vier Jahre alte Triebe kann man kurz über dem Boden abschneiden.

Zum falschen Zeitpunkt schneiden

Die meisten Rosenarten sollten ein- bis zweimal jährlich geschnitten werden: Der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr, wenn kein Frost mehr zu befürchten ist, die Rosen aber auch noch nicht austreiben. Jetzt werden sie ausgelichtet und in Form geschnitten.

Beim Herbstschnitt, der meist nicht zwingend notwendig ist, werden nur kleine Korrekturen vorgenommen und lange Triebe leicht gekürzt. Wird zu stark zurückgeschnitten, drohen Frostschäden im Winter. Während des Sommers sollten die Rosen regelmäßig ausgeputzt werden, um den Austrieb zu fördern.

Welke Blüten müssen dabei entfernt werden, damit es nicht zur Bildung von Hagebutten kommt. Man schneidet die Blüte mit einem schrägen Schnitt kurz über dem ersten fünffiedrigen Blatt ab. Dünne und schwache Triebe kann man direkt am Ansatz herausschneiden.

Starke Triebe können mit einem Schnitt über einer nach außen liegenden Knospe, auch Auge genannt, etwas gekürzt werden. So wird die Rose angeregt, neue Triebe zu bilden. Wildtriebe sollten ganzjährig direkt an der Austrittsstelle entfernt werden.

Keine Rücksicht auf die Rosenart nehmen

Man unterscheidet zwischen einmalblühenden und öfterblühenden Rosen. Hier ist der prägnanteste Unterschied, dass einmalblühende Rosen erst nach der Blüte geschnitten werden.

Edelrosen vertragen einen kräftigen Rückschnitt, Beetrosen können am kräftigsten zurückgeschnitten werden. Starkwachsende Sorten brauchen etwa fünf Triebe, die auf fünf Knospen zurückgeschnitten werden, schwachwachsende Sorten circa drei gesunde Triebe mit drei Knospen.

Strauchrosen werden nicht so stark geschnitten. Da sie relativ hoch werden können, benötigen sie circa fünf starke Triebe, die die Pflanze stützen und das Grundgerüst der Rose bilden. Alle anderen Langtriebe kann man am Ansatz entfernen, ebenso alte oder schwache Triebe.

Die Verzweigungen an den Haupttrieben werden auf drei bis fünf Knospen zurückgeschnitten; hier bilden sich dann die Blütentriebe. Bei einmalblühenden Sorten genügt ein moderater Schnitt im Sommer nach der Blüte. Kleinstrauchrosen müssen nur etwa alle fünf Jahre einmal kräftig geschnitten werden.

Kletterrosen müssen ebenfalls nur alle fünf Jahre etwa um ein Drittel gekürzt werden, am besten im Sommer. Wachsen sie am Spalier, bietet es sich an, diejenigen Triebe zu entfernen, die in die falsche Richtung wachsen.

Mehrfachblühende Hochstammrosen am besten im Frühjahr um ein Drittel kürzen, einmalblühende Hochstämmchen nach der Blüte.

Falsches oder stumpfes Werkzeug

Wichtig ist ein vernünftiges Werkzeug. Neben der normalen Gartenschere gibt es spezielle Rosenscheren aus rostfreiem Edelstahl. Die Klingen müssen scharf sein; mit einer stumpfen Schere quetscht man die Triebe oder reißt sie ab und verletzt so die Pflanze. Die Rosenschere muss regelmäßig gereinigt werden, damit keine Keime oder Pilzsporen übertragen werden können.

Falsche Schnitttechnik

Alte, kranke und tote Triebe schneidet man direkt am Ansatz weg, bei Trieben mit Frostschäden nur die Spitzen. Die anderen Triebe werden auf drei bis fünf Augen gekürzt. Man setzt den Schnitt ungefähr einen halben Zentimeter über einem nach außen stehenden Auge an. So kann man verhindern, dass die Rose nach innen austreibt. Es reicht, drei bis fünf kräftige Triebe stehen zu lassen.

Ganz wichtig ist der richtige Schnittwinkel: Dieser sollte oberhalb einer Knospe leicht schräg erfolgen. Ist der Winkel zu schräg, entsteht an der Schnittstelle eine zu große Wundfläche. Ist er zu flach, kann Regenwasser nicht richtig ablaufen.

Ungleichmäßiger Schnitt

Die Triebe sollten möglichst gleichmäßig gekürzt werden, sonst kann es passieren, dass sie unterschiedlich stark austreiben und weiterwachsen. Der Rosenstock wirkt dann ziemlich unförmig. Man sollte auch nicht über nach innen wachsende Knospen schneiden, damit sich die Triebe nicht gegenseitig behindern.

Verwendete Quellen:

  • Garten- und Pflanzenlexikon
  • Mein schöner Garten: "Rosen richtig schneiden"
  • Obi: "Rosen schneiden - Tipps & Tricks"
  • Rosenparadies Loccum: "Grundregeln des Rosenschnitts"
  • Hausgarten.net: "Rosenschnitt: 11 Tipps zum Rosen schneiden & Fehler vermeiden"
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