Pilzkrankheiten wie Grauschimmel oder Mehltau bereiten Pflanzenfans oft Kopfzerbrechen. Wie man die Gewächse vor dem Befall schützt? Die Antwort gibt es hier.

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Haben Pflanzen einen mehlartigen Belag oder gelb-bräunliche Flecken, ist vermutlich eine Pilzkrankheit die Ursache. Neben Rost- oder Grauschimmel gehört der Mehltau zu den häufigsten Erkrankungen bei Pflanzen. Es gibt allerdings einige Hausmittel, welche die Gewächse vor einem Befall schützen.

Diese Hausmittel helfen bei Mehltau und Co.

Hausmittel wie verdünnte Milch oder ein Zwiebel-Sud können wahre Wunder bewirken, weiß der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Als Geheimtipp gelten eine Brühe aus Ackerschachtelhalm oder ein Teeaufguss aus Brennnesseln. Sowohl zur Vorbeugung als auch bei fortschreitendem Pilzbefall können die selbstgemachten Mittel auf die Blätter gespritzt werden.

Die Hausmittel sollten am besten an bedeckten und trockenen Tagen aufgetragen werden, empfiehlt der Nabu. Sonnenlicht kann ansonsten zur Verbrennung der Pflanzen führen. Regen würde wiederum die Mittel abwaschen.

Befallene Blätter nicht in den Kompost werfen

Entfernt man stark befallene Blätter, dürfen diese nicht im Kompost entsorgt werden. Sonst können Pilzsporen darauf erhalten bleiben, die bei Wiederverwendung des Kompostes zu Neuinfektionen führen. Am besten einfach im Hausmüll entsorgen.

Außerdem sollten die Pflanzen nicht von oben gegossen werden. Sind sie dauerhaft feucht, kann die Infektionsgefahr steigen. Gärtner sollten zudem darauf achten, dass die Blätter ihrer Pflanzen nicht zu dicht stehen. Schneidet man sie regelmäßig zurück, sorgt das für eine bessere Durchlüftung und die Blätter trocknen schneller.

Gibt es Alternativen zu den Hausmitteln?

Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) sieht den Einsatz von Hausmitteln skeptisch - vor allem bei hoher Dosierung. Zudem wurde die Umweltverträglichkeit dieser Lebensmittel nicht für den Zweck der Unkrautvernichtung geprüft.

Besser ist es laut LTZ, zugelassene Produkte auf Essig- oder Pelargonsäurebasis aus dem Fachhandel zu verwenden.

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(spot/dpa)

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