Es ist ein Plan, den viele Tierliebhaber wohl absolut nicht verstehen können: Die Regionalbehörde der Southland Region auf der Südinsel Neuseelands hat nun vorgeschlagen, aus einem kleinen Dorf alle Hauskatzen zu verbannen.


In Deutschland wäre ein derartiger Schritt kaum denkbar - in einem Dorf in der Southland Region von Neuseeland dagegen schon: Künftig sollen womöglich alle Hauskatzen verboten werden. Das berichtet unter anderem der neuseeländische Nachrichtendienst "Newshub". Eine Regionalbehörde habe einen entsprechenden Entwurf vorgelegt.

Alle Hauskatzen im Dörfchen Omaui sollen kastriert, gechippt und registriert werden. Stirbt eine Katze, würde deren Besitzer nach dem vorgeschlagenen Entwurf keine neue Katze mehr adoptieren dürfen. Dieser Schritt soll unternommen werden, um einheimische Tierarten zu schützen.

Keine Katzenhasser

"Wir sind keine Katzenhasser", versichert John Collins, Chef des Omaui Landcare Trust. Das Dorf sei ihm zufolge jedoch einfach nicht der richtige Platz für Katzen. Wie es in dem Bericht weiter heißt, würden streunende Katzen den Bestand einheimischer Vogel-, Insekten- und Reptilienarten gefährden.

Die Einwohner haben nun zwei Monate Zeit, um den Behörden ihre Sicht der Dinge zu schildern. Ansässige Katzenliebhaber sind von dem Vorschlag selbstverständlich alles andere als angetan. "Es war für mich ein absoluter Schock", erklärt Nico Jarvis gegenüber "Newshub". Er fühle sich "ein wenig hintergangen".

(wue)  © spot on news