Nach und nach öffnen mehr Länder ihre Grenzen und die Aussichten auf Sommerurlaub stehen gut. Doch auch auf Reisen sollte man die Corona-Maßnahmen nicht vernachlässigen - und am besten die Reiseapotheke auf Vordermann bringen.

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Langsam ist in Deutschland der Urlaub wieder möglich. Hotels öffnen ihre Türen, Ferienwohnungen dürfen wieder Gäste empfangen. Wer in Corona-Zeiten verreisen will, sollte weiterhin sich und andere so gut wie möglich schützen - und die Reiseapotheke um einige Inhalte ergänzen.

Reisen in Corona-Zeiten: Masken müssen mit

Ins Gepäck gehöre auch eine angemessene Menge an Mund-Nasen-Schutzmasken oder sogenannten Alltagsmasken, erläutert Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer.

Nutzt man Alltagsmasken, die oft aus reiner Baumwolle bestehen, sollte man sich schlaumachen, ob man sie am Urlaubsort waschen kann – und zwar bei mindestens 60 Grad, weil möglicherweise anhaftende Viren dann abgetötet werden. Der medizinische Mund-Nasen-Schutz ist ein Einmalartikel und darf nicht gewaschen werden.

Für unterwegs: Desinfektionsmittel einpacken

Nicht immer gibt es unterwegs eine Möglichkeit zum Händewaschen. Für zwischendurch empfiehlt Sellerberg deshalb, ein Desinfektionsmittel dabeizuhaben. "Am besten griffbereit in einer Jackentasche."

Auch wenn Urlauber nur innerhalb Deutschlands unterwegs sind, lohnt sich eine gut bestückte Reiseapotheke, findet die Verbandssprecherin. Zwar gebe es ein flächendeckendes Apothekennetz. Dennoch gibt es eine Menge Situationen, in denen es sehr unangenehm sein kann, falls man keine entsprechenden Arzneimittel dabeihat – zum Beispiel, wenn man auf einer Wanderung in den Bergen Durchfall bekommt.

Reiseapotheke: Das sind die Essentials

Generell sollte die Reiseapotheke all jene Arzneimittel und Verbände enthalten, die sich auch im Medizinschrank daheim finden. Dazu kommen Medikamente, die man regelmäßig einnehmen muss – und zwar in ausreichender Menge, um den ganzen Urlaub hinzukommen.

Empfehlenswert sind außerdem Mittel, die gegen typische Reisebeschwerden helfen – Übelkeit zum Beispiel. Zudem ist in vielen Regionen Deutschlands ein Schutz gegen Zecken und Mücken ratsam.

Im Auto sollte man Arzneimittel vor allem im Sommer möglichst kühl lagern, rät Sellerberg. "Entweder man packt sie in eine Kühlbox oder unter den Beifahrersitz. Dort bleibt es auch bei Sonneneinstrahlung relativ kühl." Wer mit dem Zug verreist, packt die Reiseapotheke idealerweise in eine Tasche, die man am Sitzplatz bei sich hat. (ncz/dpa/tmn)

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