Rund 62.000 Menschen, davon 36.000 Kinder, leben derzeit in einem Flüchtlingslager in M'Bera im Südosten Mauretaniens. Das Lager ist die größte Ansiedlung in dem Bezirk, drei Mal so groß wie die Hauptstadt Bassikounou.

Die Regierung Mauretaniens, die Vereinten Nationen und Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) stellen weiterhin lebensrettende Hilfsmaßnahmen zur Verfügung, die verteilt und nun weiter ausgeweitet werden. Um den Ausbruch von Krankheiten in dem überfüllten Lager zu verhindern, finden unter Leitung des Gesundheitsministeriums und Hilfe der WHO und UNICEF Impfkampagnen statt. Es werden Schulen aufgebaut, um den Kindern ein Gefühl der Normalität zu geben und um eine geschützte Umgebung für die Aufklärung zu Themen wie Hygiene und Gesundheitspflege zu schaffen.

Immunisierung

Teghala Wellet Mohamed hat drei Kinder im Alter von vier, drei und einem Jahr. Sie waren unter den ersten Ankömmlingen in M'Bera. In der Nähe von Teghalas Zelt findet ein offizieller Empfang statt, um den Innenminister des Landes und den Hochkommissar für Flüchtlinge zu begrüßen, die eine Polio-Impfkampagne starten. Diese folgt auf eine Masern-Impfkampagne im März.

Infografik Sahelzone: Die Lage der Sahelzone in Afrika. Sie ist die Übergangszone vom eigentlichen, sich nördlich anschließenden Wüstengebiet der Sahara bis zur Trocken- bzw. Feuchtsavanne im Süden.

Teghala weiß, dass ein Kind vor seinem ersten Geburtstag verschiedene Impfungen erhalten muss, sie hat aber Probleme, die Krankheiten aufzählen zu können, gegen die geimpft wird. Auch deren Konsequenzen kennt sie nicht. "Während der Impfkampagnen in Mali gab es große Menschenaufläufe, denn die Dorfvorstände hatten den Menschen gesagt, sie sollen ihre Kinder mitbringen. Hier haben wir weitere Informationen über Polio erhalten und warum unsere Kinder geimpft werden müssen", erklärt sie sie.

Dem größten Risiko, nicht geimpft zu werden, sind Kinder aus Nomadenvölkern ausgesetzt. Die Mobilität dieser Menschen erschwert eine Gesundheitsfürsorge und andere Dienstleistungen.

Ausbildung

UNICEF arbeitet mit den Regierungen von Mauretanien und Mali ebenfalls daran, Schulen in den Lagern zu eröffnen. Die erste Schule für 480 Schüler öffnete Anfang April. Inzwischen nehmen 1.994 Schüler am Unterricht teil, weitere stehen auf Wartelisten. UNICEF liefert permanent Schulzelte und Materialien (School-in-a-box), um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.

Diese Schulen, die von Freiwilligen aus dem Flüchtlingscamp geführt werden, ermöglichen vielen Kindern ein Schuljahr zu beenden, das durch ihre Flucht vor den Konflikten in Mali unterbrochen wurde. Für andere bieten diese Schulen überhaupt erst die Möglichkeit, eine Ausbildung zu erhalten.

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Dazu gehört auch Mahmoud. Er ist zehn Jahre alt und hat noch nie eine Schule besucht. Er lebt mit seiner Mutter und zwei jüngeren Geschwistern in einer nomadischen Gemeinschaft. Er ist der Mann in der Familie und gezwungen, früh erwachsen zu werden. Er gewöhnt sich schnell an das neue Leben in dem Lager und hat die Aufgabe übernommen, zwei Mal täglich Wasser zu holen. Stolz steht er morgens um 8 Uhr als Erster in der Reihe am Brunnen, wenn das Wasser ausgegeben. Seit 3 Uhr morgens steht dort, um seinen Platz zu verteidigen.

Mit der Hilfe von UNICEF hat Mahmoud nun die Chance, ebenfalls eine Schulbildung zu erhalten. Doch umso vielen Kindern wie möglich helfen zu können, werden dringend Spenden benötigt.

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