2,2 Millionen Menschen, davon über eine Million Kinder, sind von den Auswirkungen der Zyklone Idai und Kenneth betroffen. Wir sind nach Mosambik in die Katastrophengebiete Beira, Pemba und Ibo gereist, um uns ein Bild von der jetzigen Lage zu verschaffen und um sicherzustellen, dass Ihre Spenden für UNICEF ganze Arbeit geleistet haben. Und das haben sie!

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Die Stiftung United Internet for UNICEF ist die erste Organisation gewesen, deren Spenden UNICEF in Mosambik erreichten – weltweit! Und ich kann Ihnen persönlich versichern, dass Ihre Spenden zu 100 Prozent bei UNICEF ankamen und effiziente Hilfe in den völlig zerstörten Teilen von Mosambik ermöglichen. Insgesamt haben wir 1,2 Millionen Euro für die Opfer der beiden Zyklone sammeln können. Dafür bedanken wir uns im Namen der Kinder von Mosambik von ganzem Herzen.

Wir haben mit Familien gesprochen, die dank Ihrer Spenden nach den verheerenden Zyklonen lebensrettende Unterstützung bekommen haben. Zyklone, die Hunderte Menschenleben gekostet und Hunderttausende Menschen vertrieben haben.

Die kleine Siffa wird mit Hilfe Ihrer Spenden behandelt.

Die Insel Ibo vor der Ostküste von Mosambik beispielsweise wurde durch den Zyklon Kenneth verwüstet. Drei Schulen und das örtliche Gesundheitszentrum wurden zerstört. UNICEF hat Zelte zur Verfügung gestellt und hilft beim Wiederaufbau, um Kinder wie die kleine Siffa zu behandeln.

Die Siebenjährige ist akut mangelernährt und kam vor zwei Wochen mit ihrer Mutter in das Gesundheitszentrum. Zu Beginn war sie völlig apathisch, doch durch Spezialmilch hat sie inzwischen etwas zugenommen. Für ihre weitere Stabilisierung bekommt Siffa nahrhafte Erdnusspaste.

Tessa Page, Vorständin United Internet for UNICEF, Thomas Rebbe, Vorstand United Internet for UNICEF und Claudia Berger, UNICEF Deutschland, durften Ussene und seine Schwester kennenlernen. (v.r.n.l.)

Auf der Insel Ibo durfte ich auch den unglaublich tapferen Ussene und seine Familie kennenlernen. Sie haben wirklich alles verloren: Ihr altes Haus ist völlig zerstört, das Dach wurde durch den Zyklon Kenneth weggerissen.

Das einzige, was ihm und seinen Geschwistern blieb, ist ein Bettgestell. Momentan leben sie in einer provisorischen Behausung – mit der Hilfe von UNICEF können sie sich eine neue Existenz aufbauen.

So konnten wir den großen Einsatz von UNICEF in Mosambik unterstützen:

  • 900.000 Menschen erfolgreich gegen Cholera immunisiert und damit einen großen Ausbruch von Cholera verhindert
  • Verteilung von 500.000 Moskitonetzen zum Schutz von Kindern vor Malaria
  • die Wasserversorgung von 500.000 Menschen in der Stadt Beira wiederhergestellt
  • lebensrettende Spezialnahrung für Kinder, die durch den völligen Zusammenbruch der Nahrungsversorgung an schwerer Mangelernährung leiden
  • Masernimpfung, Entwurmung und Vitamin-A-Booster
  • Aufbau mehrerer Gesundheitskliniken in Umsiedlungsgebieten
  • sauberes Wasser sichern, sowie Hygiene und Latrinenaufbau
  • Wiederaufbau von Schulen in Zusammenarbeit mit der Regierung
  • Unterstützung für von den Wirbelstürmen betroffene Familien, entweder nach Hause zurückzukehren oder an sicherere Orte umzuziehen
Tessa Page und Thomas Rebbe, Vorstände von United Internet for UNICEF, zu Besuch in Beira.

UNICEF war bei jedem Schritt dabei, der Bevölkerung Hilfe zu leisten. Denn Kinder, die in überfüllten Notunterkünften oder außerhalb ihrer Häuser leben, sind dem Risiko von Krankheiten, Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt.

Der Wiederaufbau nach den Zyklonen hat bemerkenswerte Fortschritte erzielt, aber der Weg zur Normalität wird lang sein: Über 80 Prozent der Bevölkerung ist auf die Landwirtschaft als Haupteinnahmequelle angewiesen, weshalb sie bis zur nächsten Erntesaison 2020 von Ernährungsunsicherheit betroffen ist.

Viele erlitten erhebliche Ernteausfälle, fruchtbares Land wurde weggeschwemmt sowie Saatgut zerstört. Zusammen mit Ihnen, liebe Spender, haben wir Kindern und ihren Familien geholfen zu überleben und wieder auf die Beine zu kommen.

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Mosambik: Die Situation nach den Zyklonen

Durch die verheerenden Auswirkungen der Zyklone Idai und Kenneth sind in Mosambik über 1,8 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Hinzu kommen 270.000 Menschen in Simbabwe sowie 868.000 Menschen in Malawi. Viele Familien haben alles verloren. Die Überschwemmungen sind zwar zurückgegangen, doch ist die Situation noch immer herausfordernd.