• 214 Millionen Kinder – oder eines von sieben Kindern – haben aufgrund von Lockdowns wegen COVID-19 mehr als drei Viertel ihres Unterrichts verpasst.
  • Für mehr als 168 Millionen Kinder weltweit sind seit fast einem Jahr Schulen vollständig geschlossen.
  • Dies zeigen aktuelle Daten, die das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen in dem Bericht "Covid-19 und Schulschließungen. Ein Jahr ohne Schule" veröffentlicht hat.

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Seit fast einem Jahr sind nach Angaben von UNICEF mehr als 168 Millionen Kinder weltweit wegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vom Schulunterricht ausgeschlossen. 214 Millionen Kinder hätten mehr als drei Viertel ihres Unterrichts verpasst, berichtete das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Mittwoch (3. März).

"Während wir uns dem ersten Jahrestag der COVID-19-Pandemie nähern, werden wir erneut an die katastrophale Bildungskrise erinnert, die die weltweiten Lockdowns verursacht haben", sagte Henrietta Fore, UNICEF-Exekutivdirektorin. "Mit jedem Tag der vergeht, bleiben Kinder, die keinen Zugang zu direktem Unterricht haben, weiter zurück und die am meisten benachteiligten Kinder zahlen den höchsten Preis."

Schulschließungen haben verheerende Folgen

Dem Bericht zufolge haben sich 14 Länder von März 2020 bis Februar 2021 weitgehend im Lockdown befunden. Zwei Drittel dieser Länder gehören zu Lateinamerika und der Karibik und zählen gemeinsam fast 98 Millionen Schulkinder.

In Schulen würden Kinder sich mit Gleichaltrigen austauschen, Unterstützung erhalten, Zugang zu Gesundheitsdiensten und Impfungen sowie eine Mahlzeit bekommen.

Die am stärksten Gefährdeten und die Kinder ohne Zugang zu Distanzunterricht sind laut UNICEF einem erhöhten Risiko ausgesetzt, nie in die Schule zurückzukehren und zu Kinderehen oder Kinderarbeit gezwungen zu werden. "Wir dürfen nichts unversucht lassen, um die Schulen offen zu halten oder ihrer raschen Wiedereröffnung Priorität einzuräumen", sagte Fore.

Auf die Bildungskrise will UNICEF mit der Installation "Pandemic Classroom" aufmerksam machen: Das Modell-Klassenzimmer zeigt 168 leere Schreibtische - einen Schreibtisch für je eine Million Kinder, deren Schulen seit einem Jahr fast vollständig geschlossen sind. (sus/dpa/unicef)

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