Die Wirtschaftskammer Österreich wirbt in einem Video für das geplante Gesetz zur Arbeitszeitflexibilisierung. Im Netz erntet sie dafür massive Kritik.

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Die Wirtschaftskammer Österreich hat ein rund dreiminütiges Video veröffentlicht, in dem sie für das von der Regierung geplante Gesetz zur Arbeitszeitflexibilisierung wirbt.

In dem Zeichentrick-Clip "Willkommen in der neuen Welt der Arbeit" werden verschiedene Beispiele durchgespielt, wie die flexibleren Arbeitszeiten den Arbeitnehmern zugutekommen sollen. Unterlegt ist das Video mit einem Lied, in dem es im wiederkehrenden Refrain heißt: "Geht's dem einen gut, dann geht's uns allen gut."

Rezipienten fühlen sich verhöhnt

Doch bei vielen Internetnutzern kommt das Werbevideo überhaupt nicht gut an, wie zahlreiche Kommentare unter dem Clip auf YouTube zeigen.

© YouTube

"Was habt ihr euch dabei gedacht? Das ist die pure Verhöhnung eines jedes Arbeitnehmers!", schreibt beispielsweise ein User und ein anderer findet: "Zynischer geht's nicht mehr."

Ein weiterer Nutzer kommentiert: "Wie soll das mit dem Familienleben vereinbar sein, wenn man 60 Stunden arbeitet? Und das steigert im Grunde bloß die Arbeitslosenquote. Weil wozu eine Teilzeitkraft einstellen, wenn ich einen Angestellten einfach 50% mehr arbeiten lassen kann."

Derweil stößt nicht nur die Idee an sich, sondern auch die Machart des Videos auf Kritik. "Welche Musiker haben sich dafür hergegeben...??", fragt ein Nutzer.

Ein anderer stellt offensichtlich entsetzt fest: "Oh Gott, den Schrott MUSS ich mitfinanzieren." Auch die Tatsache, dass die Welt als Scheibe dargestellt wird, belustigt einige Kommentatoren.

Wirtschaftskammer reagiert auf Kritik

Mittlerweile hat die Wirtschaftskammer auf die Kritik im Netz reagiert. Auf YouTube heißt es unter dem Clip: "Wir sind davon überzeugt, dass die flexiblen Arbeitszeiten ein Gewinn für alle sind: für die ArbeitnehmerInnen, für die Betriebe und für den Standort. Wir haben aber auch verstanden, dass Sie mit unserer Darstellung der flexiblen Arbeitszeiten nicht einverstanden sind. Wir möchten Sie daher zu einer sachlichen Diskussion Ihrer Bedenken auf Facebook einladen."

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