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Am 2. März 2004 startete die Raumsonde Rosetta ins All. Zwölfeinhalb Jahre später soll sie im September 2016 endlich ihr Ziel erreichen: den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Forscher wählten diesen großen Gesteinsbrocken aus, weil sie sich von ihm neue Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems erhoffen. Experten sind der Ansicht, dass die Mission ein Meilenstein vergleichbar mit der Mondlandung ist.
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Zwei Mal musste die ESA den Start der Mission im Januar 2003 und Februar 2004 verschieben, bevor Rosetta an Bord einer Ariane-5-Trägerrakete im März 2004 endlich abheben konnte.
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Hier wird Rosettas Philae-Lander am niederländischen ESTEC-Zentrum der ESA integriert. Der Lander wurde nach der Insel Philae im Nil benannt und sollte am 12. November 2014 auf dem Kometen landen.
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Diese Darstellung zeigt den Kometen und die Raumsonde. Ein winziger weißer Punkt am rechten Bildrand stellt sie im korrekten Größenverhältnis zu 67P/Tschurjumow-Gerassimenko dar: Rosetta ist 125 Mal kleiner als "Tschuri".
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Im Februar 2007 flog Rosetta in einem Swing-By-Manöver in kurzer Distanz von nur 250 Kilometern am Mars vorbei. Rosetta nutzte bei dem Manöver die Masse des roten Planeten zu einer Richtungsänderung (Swing-by). Philae schoss vier Minuten vor seiner maximalen Annäherung an den roten Planeten dieses Weltraum-Selfie.
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So stellten sich die Forscher im Vorfeld die erfolgreiche Landung von Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko vor. Von dort aus sollte Philae Untersuchungen auf der Oberfläche des Kometen vornehmen: Der Lander sollte 23 Zentimeter tief in das Gestein bohren und Material für Laboranalysen entnehmen.
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Das war Rosettas Blick auf ihr Ziel im März 2014: Das Bild entstand in einer Entfernung von circa fünf Millionen Kilometern zu "Tschuri".
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Dieser Ausschnitt zeigt die Vergrößerung des vorhergehenden Fotos. Der Kreis hebt den Kometen "Tschuri" hervor.
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Am 10. September 2014 war Rosetta knapp 28 Kilometer vom Kometen entfernt. ESA-Spezialisten setzten das Bild aus vier Einzelaufnahmen zusammen.
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Im September 2014 gab das federführende deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Landeplatz für Philae bekannt: Die Raumsonde sollte auf dem "Kopf der Ente" (Mitte, links oben) landen, weil dort die Lichtbedingungen für Aufnahmen gut sind. Die anderen eingekreisten Stellen zeigen weitere mögliche Landeplätze, die in den Überlegungen des DLR eine Rolle spielten.
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Am 15. Oktober 2014 war Rosetta nur noch acht Kilometer von "Tschuri" entfernt. Hier sind die vielen kleinen Gruben gut zu sehen. Die Forscher vermuten, dass aus ihnen das Gas austritt, das zusammen mit losem Material den Schweif des Kometen bildet.
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Die Aufnahme vom 23. Oktober 2014 zeigt links oben einen hell erleuchteten Felsbrocken, den die Forscher wegen seiner Form Cheops getauft haben. Der etwa 25 Meter hohe Stein erinnerte die Experten an die gleichnamige Pyramide von Gizeh in Ägypten.
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Am 12. November 2014 löste sich das Landemodul Philea von der Allsonde Rosetta ab und setzte nach sieben Stunden freiem Fall das erste Mal auf "Tschuri" auf.
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Die Landung verlief allerdings nicht so reibungslos, wie sich die Forscher das erhofft hatten. Da Philae im Schatten einer aufragenden Wand gelandet war, wurde die Batterie nicht genügend mit Energie versorgt und schaltete sich bereits nach zwei Tagen und knapp acht Stunden wieder ab. Alle bis dahin gesammelten Daten konnten noch übertragen werden. Nach fast sieben Monaten im Stand-by-Betrieb meldete sich der Lander am 13. Juni 2015 noch einmal zurück.
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Der genaue Standort von Philae blieb aber weiterhin ungewiss. Dieses Bild vom 2. September 2016, das Rosetta aus 2,7 Kilometern Entfernung geschossen hat, zeigt das erste Mal den Lander: Auf der rechten Seite des Bildes direkt über der Mitte können Sie zwei Beine und ein paar Instrumente von Philae erkennen.
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Rosetta selbst ist noch aktiv und überflog am 14. Februar 2015 die Kometenoberfläche in nur sechs Kilometern Entfernung. Im August 2015 erreichte Rosetta gemeinsam mit "Tschuri" den sonnennächsten Punkt ihrer Umlaufbahn.
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Diesen Schnappschuss machte Rosetta am 17. September, als sie nur noch 5,08 Kilometer vom Zentrum des Kometen entfernt war. Danach entfernte sich die Raumsonde zunächst wieder.
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Am 30. September um kurz nach Mitternacht machte Rosetta dieses Foto von Tschuri. Die Raumsonde ist heute zum Abschluss ihrer Mission auf dem Kometen gelandet. Die Forscher bekommen kein Signal mehr von ihr.