Ein Großwildjäger ist bei einer Jagd in Simbabwe ums Leben gekommen, weil eine erschossene Elefantenkuh auf ihn fiel und ihn zerquetschte. Er war mit einem anderen Jäger befreundet, der erst im vergangenen Monat von Krokodilen getötet worden war.

Der Südafrikaner Theunis Botha war ein erfahrener Großwildjäger, der Touristengruppen bei der Jagd anleitete. Wie "The Telegraph" berichtet, wurde der 51-Jährige bei einem Ausflug in Simbabwe von einer sterbenden Elefantenkuh zerquetscht.

Der Meldung zufolge war Botha am Freitag mit einer Gruppe von Jägern in der Nähe des Hwange Nationalparks in dem ostafrikanischen Land unterwegs. Die Gruppe habe versehentlich eine Elefantenherde gestört, die gerade Jungtiere hatte.

Drei Elefantenkühe hätten die Männer angegriffen und Botha habe daraufhin auf die Tiere geschossen. Doch er sei von einer vierten Elefantenkuh überrascht worden, die ihn von der Seite attackiert und mit dem Rüssel hochgehoben habe.

Daraufhin habe ein weiterer Jäger das Tier erschossen. Die Elefantenkuh sei zusammengebrochen und habe Botha unter sich begraben.

Jagd auf Leoparden und Löwen

Zahllose Tierkadaver und maßlose Gier: Diese Reise bleibt in Erinnerung.

Botha war auf die Jagd auf Leoparden und Löwen spezialisiert. Seine wohlhabenden Kunden warb er meist in den USA und führte sie auf Safaris in Südafrika an.

Der Familienvater hinterlässt seine Ehefrau und fünf Kinder. Der 51-Jährige war dem Bericht zufolge mit dem Jäger Scott van Zyl befreundet, der vergangene Woche im Alter von 44 Jahren ebenfalls in Simbabwe von Krokodilen getötet wurde.

Nach einer Jagd im Chikwaraka-Camp am 7. April galt van Zyl als vermisst. Nachdem sein Rucksack und Kleidungsstücke am Ufer des Flusses Limpopo gefunden wurden, drängte sich die Annahme auf, dass er von Krokodilen angegriffen worden sein könnte.

Zwei Tiere in dem Gebiet wurden erschossen und ihr Mageninhalt einem DNA-Test unterzogen. Tatsächlich hatten beide Teile des Körpers von van Zyl gefressen.

(ada)