Von solchen Sensationen träumen Museumsdirektoren: US-Forscher haben vor der Küste Madagaskars angeblich den Piratenschatz von Captain William Kidd gefunden. Das ist allerdings nicht die einzige überraschende Entdeckung der vergangenen Jahre.

Monate nach Neil Armstrongs Tod fand seine Witwe eine Tasche mit Souvenirs, die der erste Mann auf dem Mond behalten hatte, statt diese wie gefordert auf dem Erdtrabanten zurückzulassen. In der Tasche (links) befinden sich unter anderem eine Glühbirnenhalterung, ein Schraubenschlüssel und ein kleiner Spiegel, allesamt Souvenirs von der Apollo-11-Mission.
Diese Kamera war an der Mondkapsel angebracht und filmte Armstrongs Spaziergang auf dem Mond. Sie sollte eigentlich mit der Kapsel auf dem Erdtrabanten bleiben.
In der Kieler Förde hatte ein Fischer die älteste bekannte Flaschenpost der Welt als Beifang im Netz. Darin war eine dänische Postkarte aus dem Jahr 1913 enthalten.
Die Entdeckung des "Evangeliums der Frau Jesu" sorgte vor ein paar Jahren für Aufregung. Kurz danach hatte Harvard-Historikerin Karen L. King die Originalität des Dokuments bestätigt.
In einer ehemaligen keltischen Siedlung im bayrischen Manching spürte ein Grabungsteam einen Schatz von 483 Münzen auf. Die in Böhmen geprägten Goldmünzen sind zusammen mit einem etwa 200 Gramm schweren Goldklumpen der größte Goldfund aus der Keltenzeit.
Mit seinem Metall-Detektor hatte Hobby-Archäologe Roberto Carelli in Frankfurt Bruchstücke einer Bronzestatue des römischen Kaisers Trajan entdeckt. Für Fachleute ein willkommener Nachweis für die Existenz des Reiterstandbildes.
Auf einem Acker etwa zehn Kilometer südlich von Bremen fanden Arbeiter einen Schatz, den Goldhort von Gessel Bei Untersuchungen zum Bau einer Erdgasleitung entdeckten sie 1,7 Kilogramm Gold. Insgesamt waren es 117 Schmuckstücke, die über 3.300 Jahre alt sind.
Der Eberswalder Schatz kam ebenfalls per Zufall ans Tageslicht: Bei Ausschachtungsarbeiten für ein Wohnhaus stießen Arbeiter zunächst auf einen alten Tontopf. Doch in der Nähe war etwas weitaus Wertvolleres vergraben: ein 3.000 Jahre alter Schatz aus acht goldenen Schalen und 73 weitere Goldgegenstände.
Vor ein paar Jahren tauchten im Edison-Archiv in New Jersey sensationelle Tonaufnahmen von Otto von Bismarck auf. "Die wohl meist gesuchten der Welt", sagte bei der Präsentation Historiker Andreas von Seggern der "Bergdorfer Zeitung".
Die Himmelsscheibe von Nebra gruben Laien 1999 illegal aus. Die historische Bedeutung spielte für sie nur eine Nebenrolle. Die Raubgräber der Himmelsscheibe verkauften den gesamten Fund an einen Kölner Händler. Die Scheibe entwickelte sich zu einem begehrten Verkaufsobjekt auf dem Schwarzmarkt und wechselte mehrmals den Besitzer, bis die Polizei sie 2002 sicherstellte.