Die Allnet Flat als Prepaid-Handytarif

Vertrag oder Prepaid? Die Vorteile des Prepaid-Modells liegen auf der Hand: keine Grundgebühr, Flexibilität und volle Kostenkontrolle. Dennoch wählen viele Deutsche, nämlich gute 42 Prozent, einen Handyvertrag mit Laufzeit. Für einen Handytarif nach dem Prepaid-Modell entscheiden sich hingegen nur rund 18 Prozent (Quelle: VuMA, Stand 2016).

Was genau bedeutet eigentlich Prepaid?

Der Begriff Prepaid, also „voraus (pre) bezahlt (paid)“, bezeichnet ein Guthabenmodell: Ein gewisses Guthaben wird im Voraus erworben und nach und nach verbraucht. Ist es aufgebraucht, kann die gekaufte Leistung solange nicht in Anspruch genommen werden, bis erneut ein Guthaben erworben wird. Im Mobilfunk bezieht sich dieses Guthaben meistens auf Telefoneinheiten, SMS sowie Datenvolumen zum mobilen Surfen.

Ein Handytarif als Prepaid-Modell ist kein Handyvertrag und kommt somit ohne Laufzeit aus. Er ist nur solange gültig, wie Guthaben zur Verfügung steht. Entscheidet sich der Nutzer für einen anderen Anbieter oder ein anderes Tarifmodell, ist eine Kündigung dementsprechend nicht notwendig. Wird die SIM-Karte nicht erneut aufgeladen, wird sie nach einer gewissen Zeit – üblicherweise nach 3 bis 24 Monaten – automatisch gesperrt und ist damit nicht mehr verwendbar.

Einige Anbieter rechnen die verbrauchten Einheiten minutengenau ab. Jedoch gibt es mittlerweile auch Leistungspakete, sogenannte Allnet Flats, als Prepaid-Variante. Zu einem Festpreis kann innerhalb eines begrenzten Zeitraums – in der Regel ein Monat – unbegrenzt telefoniert werden. Auch SMS sind in den Paketpreisen üblicherweise enthalten. Diese Variante funktioniert im Prinzip wie ein Handyvertrag ohne Laufzeit.

Wo kann man das Handy aufladen?

Smartphone-Tarife mit Prepaid-Vertrag finden Sie bei zahlreichen Handyvertrag-Anbietern. Dazu gehören neben den großen Mobilfunkunternehmen auch viele eigentlich branchenfremde Konzerne. Zum Beispiel gibt es solche Handytarife als Prepaid-SIM-Karten von Discountern, Supermarktketten, Fernsehsendern und sogar von Fußballvereinen. Sie alle haben gemeinsam, dass sie erst nutzbar sind, nachdem das Guthaben aufgeladen und aktiviert wurde.

So funktioniert das Aufladen einer Guthabenkarte:

  • Guthabenkarte kaufen: Je nach Anbieter bekommt man sie im Fachhandel, in Drogerie- und Supermärkten, im Internet, am Kiosk, an Tankstellen usw.
  • Aktivierungscode freirubbeln
  • Nummer des Kontoservers anrufen und den Anweisungen folgen. Der Aktivierungscode ist über die Tastatur einzugeben. Ist die Eingabe korrekt, wird das Guthaben freigeschaltet.
  • Die Guthabenkarte ist nur einmal verwendbar.

Von vielen Anbietern kann man Guthaben auch online kaufen. Das ist entweder auf der Website des jeweiligen Anbieters selbst möglich oder aber auf externen Websites, die gleich mehrere Anbieter vertreten. Bezahlt wird per Kreditkarte oder über Online-Bezahlservices wie PayPal oder Sofortüberweisung. Aufladen lässt sich das Handy über einen Aktivierungscode, der nach erfolgter Bezahlung per SMS verschickt wird.

Gerade im Bereich der Allnet Flats bieten viele Prepaid-Anbieter auch die Bezahlung per Lastschriftverfahren an. Das kann praktisch sein, wenn man den Prepaid-Tarif wie einen Handyvertrag ohne Grundgebühr nutzen möchte. Allerdings geht damit ein wesentlicher Vorteil des Prepaid-Modells verloren: die Flexibilität.

Handy-Tarifvergleich: Prepaid oder Vertrag?

Jederzeit flexibel auf Preisentwicklungen reagieren, keine Grundgebühr, volle Kostenkontrolle – das klingt verlockend. Dennoch binden sich die meisten Handynutzer in Deutschland lieber an einen Handyvertrag mit Laufzeit. Woran liegt das?

Trotz der vielen Vorzüge des Prepaid-Modells bietet der klassische Handyvertrag einen entscheidenden Vorteil: Das Telefonieren ist meistens günstiger. Insbesondere die Tarife mit Allnet Flat bieten verglichen mit Prepaid-Tarifen meist die günstigeren Konditionen. Zwar zahlt der Handynutzer eine Grundgebühr, dafür kosten die Telefoneinheiten und SMS aber weniger beziehungsweise sind bis zu einem bestimmten Volumen im Grundpreis enthalten. Das rechnet sich vor allem für Menschen, die regelmäßig per Handy telefonieren und surfen.

Die Netz- und Gesprächsqualität ist bei beiden Tarifmodellen gleich, denn sie nutzen dieselben Netze. Bei einigen Anbietern besteht zudem die Möglichkeit, den schnellen Mobilfunkstandard LTE zu nutzen, mit dem mobiles Surfen noch schneller geht als über die herkömmliche UMTS-Verbindung.

Handytarif mit Prepaid: Für wen geeignet?

Ein Prepaid-Tarif eignet sich besonders für Menschen, die mobil erreichbar sein möchten, selbst aber nur wenig telefonieren. Das können zum Beispiel ältere Menschen sein, die das Handy vor allem für Notfälle benötigen.

Geeignet sind Prepaid-Tarife vor allem für sehr junge Handynutzer. Da sie nur so viel telefonieren, schreiben und surfen können, wie noch Guthaben vorhanden ist, lernen sie, es sich einzuteilen. Viele Eltern stellen pro Monat ein gewisses Guthaben zur Verfügung – braucht das Kind mehr, muss es dies von seinem Taschengeld kaufen.

Worauf bei Prepaid-Verträgen achten?

Falls ein Smartphone-Tarif mit Prepaid-Modell für Sie infrage kommt, sollten Sie die Konditionen der verschiedenen Anbieter genauestens vergleichen. Denn nicht immer hält ein solcher Vertrag, was er verspricht – und Sie tappen womöglich in eine teure Kostenfalle. Lesen Sie den Vertrag unbedingt aufmerksam, bevor Sie sich für einen Handytarif mit Prepaid-Vertrag entscheiden. Mögliche Kostenfallen sind:

  • Bei einigen Anbietern ist es durchaus möglich, dass das Guthaben ins Minus rutscht. Zum Beispiel werden die Entgelte für Auslandstelefonate, SMS aus dem Ausland sowie für die Nutzung gebührenpflichtiger Rufnummern mitunter zeitverzögert abgebucht. Ist das Guthabenkonto dann bereits leer, entsteht ein Soll.
  • Einige Anbieter berechnen eine Strafgebühr, wenn über einen gewissen Zeitraum keine abgehenden Telefonate getätigt wurden.
  • Manchmal muss der Handynutzer bei Vertragsabschluss eine Einzugsermächtigung erteilen. Dann kann der Anbieter entstandene Zusatzkosten sofort abbuchen, ohne dafür Ihr Einverständnis einzuholen.
  • Vorsicht auch vor der vermeintlich bequemen automatischen Aufladung. In diesem Fall ist die viel gepriesene volle Kostenkontrolle nicht mehr gegeben. Diese Funktion ist oft in Allnet Flats mit Prepaid-Vertrag enthalten.

Achten Sie also vor dem Vertragsabschluss darauf, dass es sich bei dem Angebot um ein echtes Prepaid-Angebot handelt und sich im Kleingedruckten keine der oben genannten Kostenfallen verbergen.

Alternative zur Allnet Flat im Prepaid-Vertrag

In den günstigen All-Net-Tarifen finden Sie eine gute Alternative zu Prepaid-Angeboten. Sie schließen zwar einen 24-monatigen Vertrag ab, profitieren dafür jedoch von besonders günstigen Konditionen. Wenn Sie hauptsächlich nur kurze Telefonate mit dem Handy führen, bekommen Sie einen passenden Handytarif schon für unter 10 Euro. Dafür erhalten Sie eine Flatrate für Telefonie und SMS in alle deutschen Handynetze sowie ein stattliches Datenvolumen für mobiles Surfen.

Brauchen Sie mehr Datenvolumen, wählen Sie einfach einen der höheren Tarife von WEB.DE. Hier Ihre Vorteile im Überblick:

  • Flatrate für Telefonie und SMS in alle deutschen Handynetze sowie ins deutsche Festnetz
  • Dauerhaft günstiger Preis
  • Triple-Sim für alle Handyformate
  • Top LTE-Netz
  • Wechselbonus bei Rufnummernmitnahme