Eingeloggt bleiben: Was heißt das genau?

Haben Sie bemerkt, wie freundlich das Internet manchmal sein kann? Da surfen Sie auf Ihren Lieblingsseiten, und wie durch Magie – Sie werden beim Namen genannt! Das liegt daran, dass viele Webseiten die clevere Funktion bieten, Sie "eingeloggt zu belassen". Klingt praktisch, aber was steckt eigentlich genau dahinter?

Was genau heißt es, "eingeloggt zu bleiben"?

Stellen Sie sich vor, Sie kommen nach einem langen Tag nach Hause und Ihre Tür erkennt Sie sofort und öffnet sich wie von Geisterhand...

Genau so funktioniert das Prinzip des Eingeloggt-Bleibens im Internet. Sie geben einmal Ihren Namen und Ihr Passwort ein, und zack: Bei jedem weiteren Besuch weiß die Seite sofort, wer Sie sind. Diese "Magie" ermöglichen meist kleine Dateien namens Cookies oder weitere Technologien. Beim nächsten Aufruf der Seite bestätigen diese Ihre Identität.

Techniken, die Webseiten verwenden, um Sie eingeloggt zu lassen

1. Techniken, um Informationen im Browser zu speichern:
  • Cookies: Diese Dateien speichern Informationen wie z.B. Ihre Benutzer-ID, um Sie bei Rückkehr zu erkennen. Die Gültigkeit von Cookies wird von der jeweiligen Webseite festgelegt.
  • LocalStorage: Hier können Daten dauerhaft im Browser gespeichert werden.
  • SessionStorage: Speichert Daten temporär für die Dauer Ihres Besuchs.
2. Mögliche Inhalte der im Browser gespeicherten Informationen
  • Session Tokens: Ein spezieller Code der es ohne erneute Authentifizierung (Eingabe von Nutzername und Passwort) erlaubt auf Informationen (z. B. Lesen einer E-Mail) im Rahmen der aktuellen Session zuzugreifen. Nach Ende der Session verliert das Session Token automatisch seine Gültigkeit.
  • Web Tokens (z.B. JWT): Diese Datenstücke dienen dazu Ihre Identität mit anderen Anbietern auszutauschen (z.B: NetID)
  • OAuth: Sie loggen sich mit Ihrem Konto ein und erhalten einen speziellen Schlüssel (Token) der für einen längeren Zeitraum als die aktuelle Session gültig ist. Sie müssen sich erst wieder erneut einloggen wenn das Token abgelaufen ist. Die Gültigkeit des Tokens wird von der jeweiligen Webseite festgelegt.

Schnellzugriff und persönlicher Touch – Ihr digitales Wohnzimmer

Einer der offensichtlichsten Vorteile des Eingeloggt-Bleibens ist der Komfort. Und mal ganz ehrlich: Wer möchte sich jedes Mal einloggen, wenn er seine Lieblingsnachrichtenseite aufschlägt?

Auch beim Online-Shopping spart es Zeit, wenn Sie wiedererkannt werden. Persönliche Empfehlungen und Angebote, sowie ein Warenkorb, der den Stand Ihres letzten Besuchs abbildet.

Ein wachsames Auge auf die Sicherheit

Nicht Ihr eigenes Gerät? So bequem das Eingeloggt-Bleiben auch ist - ein wenig Vorsicht ist geboten. Besonders an öffentlichen Orten mit frei zugänglichen Geräten, ist es notwendig, sich nach dem Surfen auszuloggen. Denken Sie daran, Ihre digitalen Spuren im Café oder in der Bibliothek zu verwischen, damit Ihre privaten Informationen auch wirklich privat bleiben.

Ihre Privatsphäre – ein kostbares Gut

Noch ein Gedanke zum Thema Privatsphäre: Wenn Sie ständig eingeloggt bleiben, analysieren Webseiten Ihr Surfverhalten. Sie lernen schnell, was Sie mögen, und passen ihre Inhalte entsprechend an. Das ist einerseits ziemlich praktisch, weil die Seite sich so immer mehr an Ihre Vorlieben anpasst. Andererseits ist es gut, ab und zu einen Blick auf die Datenschutzrichtlinien zu werfen und sicherzustellen, dass Sie mit der Verwendung Ihrer Nutzungsdaten einverstanden sind.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Eingeloggt-Bleiben eine Menge Vorteile bietet: Es spart Zeit, erhöht den Komfort und sorgt für eine auf Sie zugeschnittene Interneterfahrung. Aber wie bei allem im Leben lohnt es sich auch hier, die kleinen Risiken nicht aus den Augen zu verlieren. 

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