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70 Jahre Citroën 2CV: Anhänger der Ikone feiern runden Geburtstag

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Den ersten Auftritt vor großem Publikum hatte der Citroën 2CV auf dem Pariser Autosalon 1948. Damals war noch nicht abzusehen, welch weltweite Begeisterung der charismatische Franzose einmal auslösen würde. Gerade heute finden sich Besitzer und Fans regelmäßig zu Treffen zusammen. © 1&1 Mail & Media / CF

So etwa im Rahmen des das 8. Internationalen Deutschland-2CV-Treffens, das derzeit ( 1. bis 5. August 2018) auf der Trabrennbahn in Dinslaken abgehalten wird. Insgesamt 300 Exemplare werden dort erwartet.
Seit jeher gehört es zur Philosophie von Citroën, sich etwas zu trauen und neue Wege zu gehen – gerne auch mal gegen den Trend des jeweiligen Zeitgeistes.
Wobei, genau genommen traf die Ente sehr wohl den Zeitgeist. So entpuppte sie sich schnell als kompakter, wendiger, leichter, sparsamer und robuster Begleiter auf gutem und weniger gutem Geläuf – um nur mal ein paar jener Attribute zu nennen, die mit dem 2CV noch immer in Verbindung gebracht werden.
Und trotzdem gilt sie als der Inbegriff der Andersartigkeit der Marke mit den zwei übereinander liegenden Winkeln.
Ihr freundliches Auftreten und der Verzicht auf jegliches Posergehabe verschafften ihr von Beginn an eine große Fangemeinde.
Und dann wäre da ja auch noch die enorme Vielseitigkeit des stets ein wenig hochbeinig daherkommenden Gefährts.
So wurde sie beispielsweise gerne auch als Lastesel genutzt. Das gilt insbesondere für die sogenannte „Kastenente“.
Sogar bei Motorsportenthusiasten fand sie Anklang. Trotz des in der Serienkonfiguration gerade einmal 9 bis 29 PS starken Motors. Letzterer war immerhin für bis zu 113 km/h gut.
Nach einem schweren Start entwickelte sich die Ente hierzulande schnell zu mehr als einem reinen Gefährt, um trocken und einigermaßen komfortabel von A nach B zu kommen. Vielmehr wurde Entefahren alsbald zu einer Art Lebensgefühl.
Gewissermaßen eine Art Gegenentwurf zum Käfer, jenem Auto, das von Beginn an wie ein übermächtiger Gegner daherkam.
Apropos Komfort: Um den war es recht bescheiden bestellt. So findet sich im Innenraum nur das Nötigste. Platz nimmt man auf einem für heutige Verhältnisse doch recht abenteuerlichen Gestühl.
Auch diesbezüglich gab es im Laufe der Jahrzehnte natürlich Ausnahmen, die deutlich besser ausgestattet daherkamen.
Sondermodelle waren ohnehin sehr beliebt. So etwa der Citroën 2CV „Charleston“ Anfang der 1980er.
Heute hat sich der 2CV nicht zuletzt aufgrund des enorm hohen Wiedererkennungswerts und dem puristischen, stets etwas schaukeligen Fahrgefühl zu einem begehrten Klassiker gemausert.
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