Die bestandene Führerscheinprüfung ist für viele junge Menschen ein großer Schritt Richtung Freiheit. Das erste eigene Auto steht dann häufig als nächstes auf der Liste. Das darf in der Regel nicht viel Kosten, sollte allerdings auch nicht veraltet sein. Denn insbesondere Fahranfänger sind stärker unfallgefährdet als erfahrene Autofahrer.

Wer als Fahranfänger beim Kauf des ersten eigenen Autos spart, setzt damit unter Umständen seine Sicherheit aufs Spiel. Davor warnen Automobilclubs wie der ADAC, aber auch Verbände wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) immer wieder. Denn Führerscheinneulinge fahren häufig riskanter und sind gleichzeitig noch unsicherer im Umgang mit dem Fahrzeug. So verwundert es nicht, dass sie überdurchschnittlich häufig an Unfällen beteiligt sind. Diese nehmen laut Unfallforschung der Versicherer (UDV) zudem häufiger einen tödlichen Ausgang als im Durchschnitt aller Altersgruppen. Beim Kauf des ersten Autos sind daher einige Tipps zu beachten.

Nicht ohne Airbags, ABS und ESP

Kommt es zu einem Unfall, ist das Verletzungsrisiko in alten und günstigen Autos natürlich größer als in modernen Modellen mit fortschrittlicher Sicherheitstechnik. Gerade die besonders unfallgefährdeten Fahranfänger haben aber häufig nicht die finanziellen Möglichkeiten, sich einen Neuwagen zuzulegen. Der ADAC empfiehlt daher, beim Kauf eines Gebrauchtwagens darauf Wert zu legen, dass Airbags, ABS und ESP mit an Bord sind. Eine solche Sicherheitsausstattung ist bereits seit mehr als zehn Jahren in Neufahrzeugen Standard und daher auch in Gebrauchtwagen erhältlich. Mitunter können sogar schon fortschrittlichere Assistenzsysteme in Gebrauchten an Bord sein, die beispielsweise vor Kollisionen oder dem Verlassen der Spur warnen.

Gebrauchtwagen vor dem Kauf gründlich checken

Auf der sichereren Seite sind Fahranfänger, wenn sie ihr erstes Auto vom Händler kaufen, der eine einjährige Gebrauchtwagengarantie gewährleisten muss. Günstigere Angebote lassen sich in der Regel allerdings beim Privatkauf ausfindig machen. Geben Sie sich dabei jedoch nicht damit zufrieden, dass das Auto noch TÜV hat. An einer Probefahrt - am besten durch den Stadtverkehr, über Land und auf der Autobahn - führt kein Weg vorbei. Fahranfänger ohne Autokenntnisse sollten dafür am besten einen kundigen Bekannten mitnehmen. Alternativ kann auch ein professioneller, aber kostenpflichtiger Gebrauchtwagencheck Auskunft über etwaige Mängel des Fahrzeugs geben. Eine solche Investition in die eigene Sicherheit lohnt sich jedoch immer.  © 1&1 Mail & Media/ContentFleet