Wer einen Autoführerschein hat, soll künftig leichte Motorräder - 125er genannt - auch ohne zusätzlichen Motorradführerschein fahren dürfen. Unfallexperten sind von den Plänen des Verkehrsministers Andreas Scheuer entsetzt.

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Wer zusätzlich zum Auto auch leichte Motorräder fahren möchte, muss mindestens 25 Jahre alt sein, seit fünf Jahren einen Führerschein der Klasse B haben und eine "Fahrerschulung" mit mindestens fünf 90-minütigen Fahrstunden absolvieren, heißt es in einem Verordnungsentwurf des Bundesverkehrsministeriums.

Darüber hatte zuerst der "Spiegel Online" berichtet und sich auf einen Entwurf von Verkehrsminister Andreas Scheuer bezogen. Der Entwurf liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor.

Unfallexperten entsetzt von Andreas Scheuers Vorschlag

Es geht dabei um Krafträder der Klasse A1 mit einem Hubraum von bis zu 125 Kubikzentimeter und einer Motorleistung von nicht mehr als 11 Kilowatt, also 15 PS.

"Ziel der Schulung ist die Befähigung zum sicheren, verantwortungsvollen und umweltbewussten Führen eines entsprechenden Leichtkraftrades", heißt es in dem Papier.

Unfallexperten zeigen sich laut "Spiegel" entsetzt von dem Vorschlag und warnen davor, dass dadurch mehr Menschen durch Motorradunfälle getötet oder verletzt werden würden.

Warum Scheuer Autofahrern den Zugang zu Motorrädern erleichtern möchte, gehe aus dem Vorschlag nicht hervor, berichtet der "Spiegel" weiter. (pak)

Verwendete Quellen:

  • dpa
  • Spiegel: Autofahrer sollen ohne Prüfung Motorräder fahren dürfen
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