Seit fast zwei Jahren zahlt die Bundesregierung einen vierstelligen Zuschuss für jedes in Deutschland neu gekaufte Elektroauto. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch: Diese Fahrzeuge finden auch mit Subventionen kaum Käufer. Das Förderprogramm scheint zum Flop zu werden.

Seit dem 18. März 2016 zahlt die Bundesregierung einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro für den Kauf neuer Elektroautos. Bis zum 31. März 2018 wurden insgesamt 57.546 Anträge gestellt. Das Förderprogramm läuft noch bis Juni 2019. Sollten die Käufe bis dahin nicht überraschend stark anziehen, wird der zur Verfügung stehende Fördertopf für über 300.000 Fahrzeuge bei Weitem nicht ausgeschöpft. Zum Vergleich: Allein im Februar 2018 wurden in Deutschland 269.429 Pkw neu zugelassen.

Kleine E-Autos verkaufen sich am besten

Zuständig für die Auszahlung der Prämie ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). 4.000 Euro beträgt die Prämie für rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge, 3.000 Euro für Plug-in-Hybride. In den vergangenen knapp zwei Jahren gingen beim Amt 57.549 Anträge ein. 33.318 davon betrafen rein batterieelektrische Autos, 24.214 den Kauf von Plug-in-Hybriden. Ganze 17 Käufer beantragten Förderungen für Autos mit Brennstoffzellen.

Von den bis März eingegangenen Anträgen stammen 29.906 von Unternehmen. Lediglich 26.561 Förderanträge haben Privatpersonen gestellt.

Smart EQ ist das erfolgreichste Elektroauto

Die meisten Anträge gingen für Autos der Marken BMW (11.392), Volkswagen (9.271), Smart (7.127), Renault (6.936) und Audi (5.216) ein. Das bis dato erfolgreichste rein elektrisch angetriebene Auto ist der Smart Fortwo mit insgesamt 7.045 verkauften Einheiten aller Versionen. Auf Platz zwei liegt mit 6.352 Zulassungen der vom Renault Clio abgeleitete Renault Zoe. Vom Franzosen wurden 5.859 mit Batteriemiete verkauft und weitere 493 mit eigener Batterie. Der dritte Bestseller ist der BMW i3 mit 5.243 Verkäufen.

Noch jede Menge Fördermittel verfügbar

Wer sich für den Kauf eines Elektroautos interessiert, kann aller Voraussicht nach bis Juni 2019 auf die Förderung zurückgreifen. Förderfähig sind neben reinen Elektroautos solche Hybride, die sich extern aufladen lassen. Seit dem 3. März 2018 ist das Verbot von Doppelförderung aufgehoben. Das heißt, den „Umweltbonus“ dürfen auch Autokäufer nutzen, die schon aus einem anderen Fördertopf Geld erhalten.

Tesla Model S wieder förderfähig

Gefördert wird der Kauf von Autos bis zu einem Grundpreis von 60.000 Euro. Im November 2017 hat das Bafa den Tesla Model S von der Liste der förderfähigen Fahrzeuge gestrichen, da es das Fahrzeug nicht zu diesem Grundpreis zu kaufen gab. Seit März 2018 gilt das Model S wieder als förderfähig. Dabei verlangt das Bafa aber einen Nachweis der genutzten Komfortfeatures. Immerhin 1.275 Käufer des elektrisch angetriebenen Nobelautos profitierten bis März 2018 von der Förderung.

Die Modelle BMW 225xe iPerformance Active Tourer und Mini Cooper S E Countryman All4 sind nicht mehr generell förderfähig. Bei BMW gibt es noch Geld für die Vorfacelift-Version mit der Typschlüsselnummer 2C71. Beim Mini gibt es den Zuschuss noch für Fahrzeuge mit Produktionsdatum bis einschließlich 28. Februar 2018.© 1&1 Mail & Media / CF