Unter dem Slogan "Dein persönlicher Einkaufswagen" beginnt Lidl eine Kooperation für Carsharing. In 50 Filialen in Nordrhein-Westfalen werden testweise je drei Parkplätze für Carsharing-Autos von Mazda reserviert. Die Buchung erfolgt per App.

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Der Discounter will seine großen Parkplätze nutzen, um in den Markt des Carsharings einzusteigen. Ab Anfang September startet Lidl einen Test mit stationsbasierter Autoleihe in Zusammenarbeit mit Mazda Carsharing. Vor 50 Filialen in Nordrhein-Westfalen werden insgesamt 150 Fahrzeuge bereitgestellt.

Nutzbar für Kunden von Mazda und der Bahn

Kunden von Mazda Carsharing können die Fahrzeuge mit einer App buchen, bei Lidl abholen und dort wieder abstellen. Da Mazda Carsharing Teil des "Flinkster" genannten Netzwerkes der Deutschen Bahn ist, können auch Flinkster-Kunden diese Autos nutzen.

Mazda will auf den Parkplätzen verschiedene Fahrzeuge bereitstellen, unter anderem das Crossover-SUV CX-3 und den Roadster MX-5. Alle Autos sollen dem neuesten Stand der Technik entsprechen und mit sparsamen Motoren ausgestattet sein.

Mazda profitiert von der Präsenz bei Lidl

Für den japanischen Autohersteller liegt der Vorteil der Kooperation in der guten Sichtbarkeit der Fahrzeuge, erklärt Mazda-Manager Stefan Kampa: "Durch die Kooperation mit Lidl und die Präsenz unserer Carsharing-Fahrzeuge auf den Lidl-Parkplätzen erreichen wir neue potenzielle Kunden und machen sie auf unser Angebot aufmerksam."

Das Carsharing ist nicht die erste Kooperation von Lidl in Sachen Mobilität. In Zusammenarbeit mit der Bahn unterhält Lidl den Service Lidl-Bike. Über den können Kunden per App Fahrräder orten und ausleihen.

Allein in Berlin ist Lidl-Bike Anfang 2017 mit 3.500 Leihrädern gestartet. Den eigentlichen Leihbetrieb führt die Bahntochter DB Rent durch. Lidl tritt nur als Sponsor und Namensgeber auf.

Theoretisch großes Ausbaupotenzial

Sollte die Kooperation auf dem Carsharing-Markt Erfolg haben und ausgeweitet werden, besteht zumindest nach verfügbaren Standorten ein großes Potenzial.

Lidl hat bundesweit 3.200 Filialen, das würde rechnerisch bei gleicher Belegung 9.600 Carsharing-Plätze ermöglich. Soweit wird es aber vorerst wohl nicht kommen, denn auch die größten Wettbewerber haben nicht so viele Autos.

Car2go von Daimler und DriveNow von BMW sind jeweils mit über 3.000 Fahrzeugen vertreten. Beide werden zukünftig fusionieren und ihren Fahrzeugflotten zusammenlegen.

Mazda Carsharing dagegen startet ganz neu auf dem Markt. Durch die Zusammenarbeit mit Lidl und der Bahn ist jedoch für einige Sichtbarkeit in den Städten und Anbindung an ein vorhandenes Netzwerk gesorgt.  © 1&1 Mail & Media / CF

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