Pininfarina schuf mit dem Design des Ferrari Testarossa eine Ikone der Achtzigerjahre. Vor allem die Flanken mit den Längsrippen sind ein oft kopiertes Erkennungsmerkmal. Nicht weniger aufregend als die Optik: der Fünfliter-Zwölfzylinder mit 180 Grad Zylinderwinkel und 390 PS.

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Video: Vorstellung: Ferrari Testarossa, 512 TR und F512 M

Kiemen, Mittelmotor, V12

Die Kiemen haben eine technische Funktion: Sie leiten frische Luft zu den seitlich angeordneten Kühlern. Das hat gegenüber einer Lösung mit Frontkühlern den Vorteil, dass keine Leitungen mit heißem Kühlwasser den Innenraum aufheizen. Ein weiterer Vorteil des Pininfarina-Designs: Der 290 km/h schnelle Mittelmotor-Sportwagen kommt ohne sichtbare Spoiler aus.

Schweizer Erstbesitz, 371 km

Bei RM Sotheby's kam während der Rétromobile in Paris ein Ferrari Testarossa mit extrem niedriger Laufleistung unter den Hammer. Der 12-Zylinder-Sportwagen, dessen Versteigerung für den 31. Januar angesetzt war, stammt aus Schweizer Erstbesitz und hat lediglich 371 km auf dem Tacho. Lackiert ist der Ferrari in klassischem Rosso Corsa, der Innenraum wirkt praktisch unberührt; keine Naht wurde gekrümmt, das hellbraune Leder sitzt straff und faltenfrei, die Schalter wirken wie frisch aus der Schachtel. Zweimal wechselte der Mittelmotor-Sportwagen bisher den Besitzer, ein Service wurde noch nie gemacht. Das Auto ist also vermutlich im selben Zustand, wie es 1991 das Werk in Maranello verlassen hat. Der Schätzpreis lag entsprechend hoch: Auf 180.000 bis 220.000 Euro hatte das Auktionshaus den Wert der 80er-Jahre-Zeitmaschine taxiert. Inklusive Aufgeld erzielte der Low-miler-Ferrari einen Verkaufspreis von 252.500 Euro.

Testarossa mit 161 Kilometern

07.11.2023 – In London hat RM Sotheby's am 4.11.2023 einen Ferrari Testarossa mit dreistelligem Tachostand versteigert: 161 Kilometer zeigt das mechanische Zählwerk an. Der Tageskilometerzähler wurde schon einmal zurückgesetzt; er steht bei 39,8 km. Laut Auktionshaus hatte der Erstbesitzer das Auto 30 Jahre eingelagert. Eine Besonderheit, die den Testarossa selten macht, aber für Menschen außerhalb von Ländern wie etwa Großbritannien, Japan oder Australien relativ uninteressant: Er ist einer von nur 438 Rechtslenkern, die das Werk in Maranello verlassen haben. Insgesamt hat Ferrari 7.177 Testarossa gebaut. Der kaum gefahrene Rechtslenker sollte 150.000 bis 200.000 britische Pfund kosten, umgerechnet 172.500 bis 230.000 Euro. Der optimistische Schätzpreis wurde nicht erreicht: Für 103.500 britische Pfund (119.025 Euro) inklusive Aufgeld fand der Zwölfzylinder einen neuen Besitzer.

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Verkaufspreis: 289.000 Euro

06.03.2023 - Das Auto mit der Chassisnummer 63753 wurde 1986 im Werk in Maranello fertiggestellt und in die USA verschifft. Der Geschäftsmann Terence E. Adderley kaufte das Auto 1990 als jungen Gebrauchten. Auf dem Kilometerzähler stehen 3.600 Meilen (ca. 5.794 km). Viel erlebt hat der Testarossa also nicht. Erst kürzlich hat er laut RM Sotheby’s einen Service bekommen. Der Schätzpreis lag entsprechend hoch: 225.000 bis 300.000 US-Dollar (210.000 bis 280.000 Euro) sind recht viel für einen Testarossa. Am Ende lag das Höchstgebot mit 275.000 Dollar am oberen Ende des Schätzwerts. Inklusive Aufgeld für das Auktionshaus lag der Verkaufspreis bei umgerechnet 289.000 Euro.  © auto motor und sport

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