Der kastige Suzuki Jimny mit seinen klassischen Geländewagenformen inspiriert die Tuning-Szene zu immer neuen Umbauten. Gesehen haben wir ihn schon als Ford Bronco, als Land Rover Defender, als Jeep Cherokee und natürlich auch als Mercedes G. Die dreisteste Nummer bislang war der nachgemachte Brabus G 800 Widebody auf Jimny-Basis (siehe Video unten). Von Anfang an dabei mit dem Karosserie-Tuning und inzwischen selbst schon zur Kultmarke in Japan avanciert ist DAMD aus Shimotsuruma nahe Yokohama.

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Video: Im Video: Suzuki Jimny Mini-Brabus von Milele

Quelle: Milele Dubai/Youtube

Bei DAMD freuen sie sich bereits auf die nächste Auflage des Tokyo Auto Salons, die Mitte Januar 2024 in der japanischen Hauptstadt stattfindet. Diesmal stellt der Tuner unter dem Motto "Europäische Meisterwerke" zwei neue Bodykits für den kleinen Offroader vor. Sie erinnern frappierend an zwei Hot-Hatch-Ikonen aus den Achtzigerjahren, von denen jeweils erfolgreiche Rallyeautos abgeleitet wurden: Lancia Delta HF Integrale und Renault 5 Turbo.

Im Stile des Delta und R5 Turbo

Hauptverantwortlich für die Ähnlichkeit ist jeweils die Front. Der Delta-Klon erhält auf beiden Seiten jeweils ein Rundscheinwerfer-Doppel in unterschiedlicher Größe und dazwischen einen Kühlergrill mit farblich abgesetztem Rahmen und vertikalem Mittelsteg. Die R5-Turbo-Hommage blickt dagegen durch rechteckige Leuchten und atmet durch einen flachen Kühlergrill Frischluft ein. In den Frontschürzen, die beim "Lancia-Jimny" lackiert ist und beim "Renault-Jimny" nicht, sitzen jeweils eckige Nebellampen.

Die für die Inspirationsquellen typischen Dekore weist der DAMD-Jimny ebenfalls auf: Die Delta-Kopie trägt einen Längsstreifen auf Frontmaske, Motorhaube und Dach, während das R5-Pendant auf den Seitentüren den Schriftzug "Turbo" präsentiert – allerdings in Kombination mit einem viel kleineren "Non", was den Sinn für Ironie seitens der DAMD-Truppe unterstreicht. Beide Jimny-Varianten rollen auf weißen Oldschool-Rallye-Style-Felgen des Kooperationspartners OZ Racing und verfügen über Dachspoiler im ebenfalls für das Originalauto charakteristischen Look.

"Little G Traditional" erinnert an den Ur-G 461

Das Unternehmen hatte zuvor bereits einen besonders günstigen Umbausatz auf Mercedes-G-Optik vorgestellt, den "Little G Traditional". Der soll an den Ur-G 461 erinnern und kommt entsprechend schlicht daher. Das Umbaukit besteht unter anderem aus einem neuen Kühlergrill und einer Stoßstange im G-Look. Dabei wurde sogar das originale Zugmaul aus der ursprünglichen G-Klasse in der Frontstoßstange nachempfunden. Die charakteristischen Blinker auf der Motorhaube (beim G sitzen sie auf den Kotflügeln) sind ebenso Inhalt des Pakets wie die Zusatzscheinwerfer auf der Stoßstange.

Video: Im Video: Suzuki Jimny Little G (japanisch)

Ebenso typisch für die ursprüngliche G-Klasse ist die seitliche Gummileiste, die bei der aktuellen G-Klasse mit einer Zierleiste zitiert wird. DAMD formt die Leiste im alten schwarzen Look aus. Dazu gibt es noch eine neue Heckstoßstange mit Rechteck-Leuchten, Kotflügelverbreiterungen und schließlich einen Komplettradsatz. Die Rad/Reifen-Kombi würde auf eine echten G allerdings noch nicht einmal als Notrad durchgehen: 215/75er-Reifen auf 6x15-Stahlrädern. Schon putzig.

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Für den Little G-Traditional-Umbausatz ruft DAMD 560.000 Yen vor Steuern auf, das sind umgerechnet rund 3.500 Euro. Noch einmal ungefähr 600 Euro kommen für eine Lackierung in Wunschfarbe obendrauf. Die Bodykits, mit denen der Jimny den Lancia Delta HF Integrale und den Renault 5 Turbo kopiert, tragen noch keine Preisschilder.  © auto motor und sport

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