Der Preis von Amazons Abo-Service Prime in Deutschland wird kräftig erhöht - um etwa 40 Prozent. Kann man deswegen kündigen? Das müssen Kunden jetzt wissen.

Der Prime-Service ist für Amazon ein wichtiges Element zur Kundenbindung. In dem Abo gibt es unter anderem eine schnelle kostenlose Lieferung zum Teil bereits am selben Tag sowie den Zugang zu Filmen, TV-Sendungen und Musik.

Fehlende Features und Inhalte, Bugs und ein relativ hoher Preis: Wer Videospiele zum Erscheinungstag kauft, zahlt oft drauf – in mehr als einer Hinsicht.

Nun wird dieser aber für deutsche Kunden um 40 Prozent teurer - der Preis steigt von 49 Euro im Jahr auf 69 Euro.

Ab wann steigt der Preis?

Für Neukunden steigt der Preis ab dem 1. Februar 2017. Wer bereits Kunde ist, hat etwas länger Schonfrist. In diesem Fall werden ab dem 1. Juli 2017 69 Euro pro Jahr fällig.

Auf dieser Webseite sehen Sie ihren Amazon-Status und können einsehen, welche Abbuchung wann fällig wird.

Auch für Studenten wird Amazon Prime teurer. Der vergünstigte Jahresbeitrag im Rahmen von Amazon Student beträgt ab dem 1. Februar 2017 34 Euro pro Jahr. Bisher waren es nur 24 Euro pro Jahr.

Ein kleiner Trost: Im Mutterland USA ist Prime noch teurer: Dort hob Amazon den Preis 2014 von 79 auf 99 Dollar (etwa 90 Euro) pro Jahr an.

Habe ich das Recht auf eine Sonderkündigung?

Bei Preiserhöhungen über fünf Prozent gilt in der Regel ein Sonderkündigungsrecht, so Dr. Julia Schmitz, Rechtsanwältin im Bereich Markt und Recht bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Da es sich bei der angekündigten Preiserhöhung um 40 Prozent handelt, können Kunden vorzeitig kündigen.

Gibt es mit dem höheren Preis auch eine bessere Leistung?

Amazon Prime umfasst den kostenlosen Premiumversand, sowie ein Musik- und Streaming-Angebot. Aktuell sind keine weiteren Angebote geplant. Wann sich das ändert, ist unklar: "Auch zukünftig arbeiten wir daran, neue digitale Inhalte und weitere Lieferoptionen anzubieten", formuliert es Pressesprecher Tobias Tringali.

Warum erhöht Amazon den Preis?

Amazon rechtfertigt die saftige Erhöhung mit dem bisherigen Ausbau des Services in den vergangenen Jahren: "Die Kosten für die Bereitstellung dieser Services sind im Laufe der Jahre gestiegen", sagt Tringali.

Warum der Preis so stark angehoben wurde, beantwortete das Unternehmen nicht.

Das neue Update des Messengers WhatsApp ist da. Nutzer haben nun die Möglichkeit, ihren Kontakten GIFs zu schicken. Außerdem können die kleinen Filmchen auch vom User selbst in der App erstellt werden.