Einst waren StudiVZ und MeinVZ die deutsche Konkurrenz zu Facebook, Twitter und Instagram. Nun haben die Betreiber der Netzwerk Insolvenz angemeldet.

Der Betreiber der sozialen Netzwerke StudiVZ und MeinVZ hat Insolvenz angemeldet. Das teilte das Unternehmen Poolworks (Germany) am Freitag selbst mit.

Netzwerke bleiben zunächst aktiv

Beide Netzwerke blieben zunächst aktiv, hieß es. Ziel seien eine Restrukturierung und der Erhalt der VZ-Gruppe. Zudem solle die Entwicklung einer neuen Plattform abgeschlossen werden, mit der ein Neustart geplant sei.

Das Amtsgericht Charlottenburg setzte den Rechtsanwalt Jesko Stark von der Kanzlei GT Restructuring als Insolvenzverwalter ein. Weder Unternehmen noch Insolvenzverwalter waren zunächst erreichbar.

Die VZ-Netzwerke, früher gab es auch noch SchülerVZ, galten einst als deutsche Erfolgsgeschichte im Internet. Einige Jahre nach dem Start von Konkurrent Facebook in Deutschland verloren sie jedoch rapide an Popularität und damit auch an Mitgliedern.

Bei Facebook können Nutzer ihre romantischen Gefühle nun besonders schön zum Ausdruck bringen: Das soziale Netzwerk führt eine neue Funktion ein.


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