Facebook verbietet Bilder von Brustwarzen, lässt aber rassistische Hetze zu. Seit Monaten häufen sich die Beschwerden über die diskussionswürdigen Regeln des sozialen Netzwerks. Nun versucht eine neue Protestaktion ein Zeichen gegen die Facebook-Vorschriften zu setzen.

Der Slogan ist einfach und griffig: "Nippel statt Hetze". Mit diesen Worten machen Menschen online darauf aufmerksam, dass sie mit den Facebook-Regeln nicht einverstanden sind. Der Vorwurf: Facebook tut nicht genug im Kampf gegen rechtsradikale Hetze, die zu einem immer größeren Problem wird, löscht aber Postings ziemlich schnell, sobald irgendwo eine (weibliche) Brustwarze zu sehen ist.

Der Fotograf Olli Waldhauer hat in dieser Diskussion nun ein Zeichen gesetzt - und viele Menschen folgen seinem Beispiel. Er lud dieses Bild auf Facebook hoch. Das Motto: "Eine dieser Personen verstößt gegen die Regeln von Facebook."

Waren diese Frisuren wirklich mal schön? Bild #10 kann doch nur ein Unfall sein? Oder doch nicht?

Nach exakt 21 Minuten, so berichtet Waldhauer auf seiner Facebook-Seite, wurde das Bild gelöscht. Wegen der Frau, die ihre Brüste zeigt. Nicht wegen des rassistischen Schildes des Mannes.

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Sein Gegen-Test bestätigte den Versuch: Mit Sternchen auf den Nippeln wurde das Foto ebenfalls von Usern gemeldet, doch Facebook entfernte es nicht dauerhaft. Plötzlich war das Foto regelkonform.

Facebook-Bemühungen bisher ohne Erfolg

Nun schwappt eine neue Protest-Welle gegen dieses Vorgehen durch Facebook. Denn Waldhauer bietet das Foto hier zum Download an und fordert die Nutzer auf, es massenhaft selbst auf Facebook hochzuladen. Als Zeichen. Um auf die Problematik hinzuweisen. Und irgendwie vermutlich auch in der Hoffnung, dass sich Facebook in Zukunft besser dem Problem der rechten Hetze annimmt. Denn die bisher angekündigten Bemühungen haben ganz offensichtlich nicht gefruchtet.