Christoph Metzelder hat die Haare wieder schön. "Ich habe mir vergangenen Sommer die Haare transplantieren lassen", erzählt der Ex-Fußballer im Interview mit der "Bild"-Zeitung. Damit reiht sich Metzelder in die lange Liste prominenter Haarauffrischer ein. Doch was kostet ein solcher Eingriff und woher stammen eigentlich die Haare? Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Haartransplantation.

Woher stammen die Haare für die Transplantation?

Bei einer Haartransplantation werden die sogenannten Haarfollikel verpflanzt. Das ist die Struktur in der Kopfhaut, welche die Haarwurzel umschließt. Dazu entnimmt der Arzt einen Hautstreifen aus dem noch vorhandenen Haarkranz am Hinterkopf. Dabei entsteht eine Wunde, die genäht werden muss.

Wie funktioniert das Einsetzen der Haare?

So haarsträubend geht es auf den Köpfen mancher Fußballer zu.

Der Hautstreifen muss zunächst zerteilt werden, bis Stücke entstehen, die – je nach Behandlungsart – etwa fünf Haare enthalten. Um die Haare auf der Kopfhaut wieder einzupflanzen, müssen kleine Löcher gestanzt werden. In diese werden dann die präparierten Follikel eingesetzt. Die Operation dauert mehrere Stunden und ist nicht gerade angenehm, wie Christoph Metzelder gegenüber der "Bild"-Zeitung bestätigt: "Es hat ewig gedauert und war sehr schmerzhaft." Nach drei Monaten sind die Hautstreifen verwachsen und die ersten Haare können sprießen.

Was kostet eine Haartransplantation?

Die Kosten der Haartransplantation richten sich individuell nach der für die Behandlung erforderlichen Anzahl an Transplantaten. Meist liegen die Kosten zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Allerdings gibt es keine Erfolgsgarantie.

Gibt es Risiken bei der Haartransplantation?

Wie bei jeder Operation können Komplikationen auftreten – beispielsweise durch die Betäubung bei der Entnahme des Hautstreifens. Nach dem Einsetzen der Haare kommt es zu Verkrustungen und Rötungen der Haut, auch können die Implantate abgestoßen werden. Allerdings gilt die Eigenhaartransplantation als relativ risikoarmer Eingriff.

Der Leidensdruck ist bei vielen so groß, dass sie sich trotz Schmerzen und Risiken für den Eingriff entscheiden, wie Metzelder bestätigt: "Mir blieb ja nur die Wahl - kahl wie Pep Guardiola oder ich mache den Klopp. Vor zwei Jahren hatte ich es dann mal mit einer Glatze versucht. Aber das steht mir einfach nicht. Blieb nur die Kloppo-Variante."

Wer hat denn alles eine Haartransplantation machen lassen?

Hier gibt es einige Beispiele: Die wohl bekanntesten Vertreter sind Fußball-Star Wayne Rooney und Trainer-Ikone Jürgen Klopp. Beide haben sich Eigenhaar verpflanzen lassen und auch öffentlich dazu Stellung bezogen. Und auch aus der Politik gibt es Glatzengegner: Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi und FDP-Chef Christian Lindner haben sich der Prozedur ebenfalls unterzogen.