Ausgebrannt und erschöpft: So bezeichnen viele Patienten das Burnout-Syndrom. Die Krankheit betrifft mittlerweile viele Menschen. Wir erklären Ursachen, Symptome und Therapie.

Aussagen wie "mir geht es schlecht, so schlecht wie nie in meinem Leben" oder "ich konnte nie nein sagen, nahm alles an. Früher konnte ich das bewältigen, aber jetzt ging es nicht mehr" sind typische Gemütsbeschreibungen vieler Burnout-Patienten.

Bis zu 13 Millionen Menschen in Deutschland sind nach Schätzungen von Krankenkassen betroffen. Fast jeder fünfte Arbeitnehmer leidet einmal im Leben unter Burnout.

Ursache


Jahrelang konsumiert Britin diese Menge an Energy Drinks - mit bösen Folgen.


Burnout bedeutet so viel wie "ausgebrannt sein". Das Erschöpfungssyndrom, an dem auch der verstorbene Fußballtrainer Sascha Lewandowski litt, bekommen meist Menschen, die über lange Zeit an ihrer Leistungsgrenze arbeiten.

Sie überarbeiten sich in ihrem Beruf und stellen extrem hohe Erwartungen an sich selbst. Gerade weil Burnout vor allem ehrgeizige Menschen trifft, ist deren schleichendes Abgleiten in die Krankheit oft nicht erkennbar.

Häufige Ursachen sind:

  • Perfektionismus
  • Eine Vielzahl persönlicher Probleme
  • Mangel an positiver Rückmeldung
  • Schlechte Arbeitsorganisation
  • Unterforderung (auch Boreout genannt)

Symptome

Sobald Betroffene an Burnout leiden, treten verschiedene Symptome auf. Dazu gehören unter anderem die Angst zu versagen, Frustration, Misstrauen, Stimmungsschwankungen oder eine Abneigung gegen den Arbeitsort.

Der Betroffene verleugnet seine Bedürfnisse. Anzeichen sind häufige Flüchtigkeitsfehler, völlige Erschöpfung, chronische Müdigkeit, Energiemangel und Konzentrationsstörungen. Oft folgt ein reduziertes Engagement, einige Betroffene machen Schuldzuweisungen und werden aggressiv.


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Auch Verspannungen und nervöse Ticks wie Nägelkauen oder Augenzwinkern können auftreten. Zudem sind Depressionen und Angststörungen möglich und die Suchtgefahr steigt.

Diagnose

Bei dem Verdacht auf Burnout sollte man zuerst den Hausarzt aufsuchen. Der überweist Patienten dann gegebenenfalls an Spezialisten wie Psychologen oder Psychotherapeuten. Der Arzt schließt zudem körperliche Ursachen für Symptome wie Müdigkeit aus.

Mithilfe eines standardisierten Fragebogens können die Beschwerden besser eingeordnet werden. Eine Abgrenzung zu anderen Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen ist allerdings sehr schwierig.

Prävention

Wer die Vermutung hat, in ein Burnout abzugleiten, kann verschiedene vorbeugende Maßnahmen vornehmen:

  • Ausreichend Schlaf: Das ist eine generelle Voraussetzung für einen gesunden Körper. So kann das Gehirn erlebte Ereignisse verarbeiten.
  • Regelmäßige Bewegung: Mindestens zweimal pro Woche Sport oder leichte Bewegung sind nicht nur gut für die körperliche Gesundheit. So kann auch Stress besser abgebaut werden.
  • Gesund essen: Das reduziert die Verdauungsprobleme, die als Begleiterscheinung zum Burnout auftreten können.
Mit Material der dpa.