Bei Hugh Jackman ist der Hautkrebs zurück: Bereits zum sechsten Mal musste der Schauspieler sich deswegen operieren lassen. Wegen guter Vorsorge hat er die Lage im Griff. Doch worauf muss man achten, um eine Erkrankung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln?

Hollywoodstar Hugh Jackman muss erneut den Kampf gegen den Hautkrebs aufnehmen. Der 48-Jährige postete auf Instagram ein Bild, das ihn mit einem Verband auf der Nase zeigt. Bereits zum sechsten Mal musste sich der Schauspieler wegen eines Basalzell-Karzinoms unters Messer legen. Doch in dem Post beruhigt er seine Fans: "Dank häufiger Untersuchungen und großartiger Ärzte ist alles in Ordnung. Sieht mit Verband schlimmer aus als ohne."

Dennoch ist es Jackman wichtig, auf die Gefahrenquellen aufmerksam zu machen: Seit seiner Erkrankung weist der Schauspieler immer wieder darauf hin, wie wichtig es ist, im Sommer Sonnencreme zu verwenden. Sein Beispiel zeigt auch, wie wichtig es ist, die Symptome frühzeitig zu erkennen und sie schnell behandeln zu lassen.

Basalzell-Karzinome - auch "heller Hautkrebs" genannt - gehören zu den häufigsten Krebstumoren. Er ist weniger gefährlich als der schwarze Hautkrebs, der auch auf lebenswichtige Organe übergreifen kann. Trotzdem besteht die Möglichkeit, dass das umliegende Gewebe schwer beschädigt wird. Er bildet aber nur in extrem seltenen Fällen Metastasen. Die Heilungschancen sind somit sehr gut.

Ab 40 Pigmentflecken zählt man zur Risikogruppe

Häufiges Sonnenbaden erhöht das Risiko einer Hautkrebs-Erkrankung. Die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen sind deshalb: Ausreichend Sonnenschutzmittel auftragen und Sonnenbrände vermeiden. Wichtig für eine effektive Behandlung ist, wie auch im Fall von Jackman, die Symptome möglichst früh zu erkennen und die Behandlung einzuleiten.

Ob Pigmentflecken, Muttermale, Leberflecken harmlos oder vielleicht doch bösartig sind, kann ein Laie nicht eindeutig erkennen. Daher gilt: Regelmäßige Untersuchungen beim Dermatologen sind das A und O.

Krankenversicherten ab 35 Jahren steht in Deutschland alle zwei Jahre eine kostenlose Hautkrebsvorsorgeuntersuchung zu. Besonders Menschen, die zu vielen Pigmentflecken neigen, sollten diese Vorsorge wahrnehmen. Ab mehr als 40 Pigmentmalen am Körper zählt man zur Risikogruppe für Hautkrebs.

Die Zahl der Hautkrebserkrankungen hat sich in den vergangenen 40 Jahren verdreifacht. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Arzt jedes Muttermal vorsorglich wegschneiden muss. Nicht alle operativen Eingriffe sind absolut notwendig.

Bösartig oder harmlos - welcher Fleck ist gefährlich?

Dennoch sind regelmäßige dermatologische Untersuchungen wichtig. Gerade an Körperstellen, die der Patient selbst nicht oder nur schwer einsehen kann. Darüber hinaus erkennt nur der Arzt an Form, Farbe und Durchmesser des Pigmentflecks, ob es sich um ein harmloses Muttermal handelt oder tatsächlich um eine krankhafte Hautveränderung.

Hautkrebs tritt in unterschiedlichen Formen auf und entsteht meist an Stellen, die häufig der Sonne ausgesetzt sind - nur ein Bruchteil entsteht aus Leberflecken. Viele krankhafte Hautveränderungen bilden sich an unscheinbaren Körperstellen, zum Beispiel unter den Fußnägeln oder zwischen den Zehen. Auch Juckreiz und Blutungen können Symptome für eine Erkrankung sein.

Das sogenannte Basalzell-Karzinom entsteht in den meisten Fällen im Gesicht oder am Hals - wie bei Jackman.

Nur selten bilden sich Metastasen. Sehr große, zu spät behandelte Basaliome am Kopf werden jedoch gefährlich, da die Knoten in die Tiefe wachsen und Knochen oder Blutgefäße schädigen können. Man sollte besonders auf helle Knötchen oder sandpapierartige Hautstellen achten sowie auf rote Flecken, die dauerhaft sichtbar bleiben und oft Ähnlichkeit mit Ekzemen, Pilzinfektionen oder Schuppenflechte haben. Der medizinische Fachbegriff hierfür lautet "aktinische Keratosen".

Daneben gibt es seltenere Formen von Hautkrebs, die sich aus verschiedenen Strukturen der Haut entwickeln können. Dazu gehören zum Beispiel bösartige Tumore des Bindegewebes (Fibrosarkome), der Schweiß- oder Talgdrüsen, der Gefäßzellen (Angiosarkome), der Muskeln (Myosarkome), der Tastzellen (Merkelzellkarzinome) sowie das Kaposi-Sarkom, das häufig bei Aids auftritt.

Die ABCDE-Regel

Mithilfe der ABCDE-Regel erkennen Dermatologen bösartige Melanome:

  • A = Asymmetrie: Das Hautmal ist nicht gleichmäßig rund oder länglich, sondern unregelmäßig geformt.
  • B = Begrenzung: Es hat keine klaren, scharfen Ränder, diese sind im Gegenteil eher rau und ausgefranst.
  • C = Colour: Das Mal ist nicht einheitlich gefärbt, sondern hat oft unterschiedliche Farben oder ist gescheckt (rosa, grau, schwarz, gepunktet, krustige Auflagen).
  • D = Durchmesser: Alle Hautmale, die größer als fünf Millimeter sind, sollten näher untersucht werden.
  • E = Erhebung: Wenn das Hautmal nicht eben ist, ist das Krebsrisiko höher.

Besteht nach einer solchen Analyse der Verdacht auf eine mögliche Krebserkrankung, untersucht der Arzt die betreffende Hautpartie unter dem Auflichtmikroskop. Wenn auch danach noch keine eindeutige Abklärung möglich ist, entnimmt er eine Gewebeprobe, die untersucht wird.

Diesen kleinen Eingriff nimmt entweder der Arzt selbst vor oder er wird in einer Hautklinik durchgeführt. (Schalk/sag/ada)